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Das fidele Gefängnis

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Das fidele Gefängnis
Topolino e le evasioni impossibili
Erstveröffentlichung: 1961
Entstehungsdatum:
Storycode: I TL 279-BP
Story: Ennio Missaglia
Zeichnungen: Giulio Chierchini
Seiten: 40 (37)
Deutsche Übersetzung:
Deutsche Erstveröffentlichung: LTB 2
Weiterführendes

link= I TL 279-BP Infos zu Das fidele Gefängnis beim Inducks


Das fidele Gefängnis ist eine Comicgeschichte von Ennio Missaglia (Story) und Giulio Chierchini (Zeichnungen), das für den ersten Auftritt von Plattnase (später Das Schwarze Phantom) – für manche „der eleganteste Schurke in der LTB-Reihe“ – bekannt ist.[1]

Figuren[Bearbeiten]

Handlung[Bearbeiten]

Micky und Goofy sind als Zuhörer im Damenklub Entenhausen, dem Minnie angehört, als sie einen Vortrag hält. Micky und Goofy sind nicht besonders aufmerksam und als Micky Goofy auffordert, dass sie gehen sollen, meint Goofy sogar, dass er geschlafen habe. Auf dem Nachhauseweg bemerkt Micky, dass sie verfolgt werden und als er die Haustür aufsperren möchte, werden Micky und Goofy von zwei Unbekannten mit einem Keulenschlag auf den Kopf betäubt. Es sind zwei Häftlinge, die die gleiche Statur haben als Micky und Goofy – die Häftlinge wechseln die Kleidung mit Micky und Goofy, damit sie unbemerkt in Zivilkleidung entkommen können.

Danach kommt ein Streifenpolizist, der glaubt, Micky und Goofy seien die zwei Häftlinge und sie daher festnehmen möchte, woraufhin Goofy ihm einen Schlag in das Gesicht versetzt. Dadurch ruft der Polizist mit seiner Trillerpfeife um Verstärkung, zwei weitere Polizisten kommen angefahren, überwältigen Micky und Goofy mit ihren Knüppeln und nehmen sie fest. Inspektor Issel meldet daraufhin Kommissar Hunter, dass die beiden Ausgebrochenen gefangen sind, dieser geht zur, Zelle, um das Verhör zu beginnen. Er ist überrascht, Micky zu sehen und bringt beide nach Hause. Besorgt meint der Kommissar, dass sich Ausbrüche in letzter Zeit häufen würden – 15 Ausbrüche im vergangenen Monat.

Alle 15 Ausbrüche gehen nach dem selben Schema vor: Die Gefangenen durchsägen die Gitterstäbe des Fensters, obwohl den Häftlingen weder von außen noch von innen Werkzeuge zugesteckt werden, der erste Ausbrecher war übrigens Plattnase. Micky meint, dass sicher Plattnase dahinterstecke. Während sich Micky und Goofy umziehen wollen, wird der Kommissar von einem Ausbrecher überwältigt, auch bei ihm wird die Kleidung getauscht und der Ausbrecher stiehlt das Polizeiauto. Kommissar Hunter erhält daher Kleidung von Micky Maus und Micky bittet, sich die Akten des Falls ansehen zu dürfen.

Micky bemerkt eine Gemeinsamkeit der Ausbrüche: Jeder Ausbrecher hat zuvor ein Paket mit Wäsche erhalten: mit Hemden, Strümpfen, Handschuhen und Handtüchern. Nach dem Ausbruch fehlte jeweils ein Handschuh, Micky spricht zuvor fälschlicherweise von einem Handtuch[2] was Micky als Schlüssel zur Lösung sieht, doch der Kommissar meint: „Aber ich bitte Sie! Wolle!“

Micky erfährt, dass die Wäschepakete von einer Frau ins Gefängnis gebracht werden und das nächste Mal soll sie beobachtet werden. Eine Stunde später ist es so weit, die Gesuchte hat die Pakete gebracht und soll verhört werden. Nach ihrer Verhaftung durch den Fahrer eines Streifenwagens ist sie aufgebracht und beginnt, den Polizisten zu verprügeln. Micky kommt, öffnet die Autotür und meint zum Polizisten, er solle die Dame aussteigen lassen, woraufhin er auch einen Schlag kassiert. Minnie glaubt nicht, dass sie wegen einer ernsten Sache verhört werden soll und Micky erklärt es ihr. Sie ist abermals aufgebracht: „Micky, das ist eine Beleidigung! Mich zu verdächtigen, ist ungeheuerlich.“ Doch Micky glaubt, Minnie sei lediglich benutzt worden und erfährt, dass die Pakete von einem unbekannten Wohltäter kommen. Micky möchte herausfinden, woher die Pakete kommen und lässt sich deshalb einsperren und Goofy soll währenddessen das Gefängnis von außen beobachten.

Nach drei Tagen im Gefängnis erhält Micky einen Zettel mit einer Nachricht: „An Nr. 777! Wenn du raus willst, lass durch eine Vertrauensperson auf der Bank, Ausgang Stadtpark, 1.000 Taler hinterlegen! Dann bist du in drei Tagen frei!“ Goofy spielt diese Person, hinterlegt 1.000 Taler im Stadtpark und Micky erhält das Paket vom Damenklub. Daraufhin erhält er eine weitere Nachricht mit einer Aufforderung. Er kommt dieser Aufforderung nach, trennt einen Handschuh auf, ohne den Faden zu zerreißen und hängt ihn um Mitternacht aus dem Fenster. Goofy steht als blinder Bettler verkleidet vor dem Gefängnis, sieht jedoch eine Hand aus einem Gully strecken, glaubt, da sei einer in den Kanal gefallen und möchte ihm raushelfen. Er wird in den Kanal gezogen.

Währenddessen wird vom Ausbruchhelfer eine starke Nylonfaden und ein Schneidbrenner an den Faden gebunden, mit dem Micky die Gitterstäbe durchbrennen kann. Er erhält auch einen Strick, mit dem er sich abseilen kann und sieht Goofy im Kanal, erkennt ihn aufgrund der Dunkelheit nicht gleich und vermutet, es sei ein Komplize und schlägt ihm auf den Kopf. Goofy hat einen Hinweis, er hat nämlich ein Geräusch gehört, „als wenn einer geht, aber trotzdem ganz anders“. Sie hören einen Fußgänger mit einem ähnlichen Geräusch und vermuten den Gesuchten dahinter. Mit der Nylonschnur bindet Micky ein Lasso, verfehlt aber den Fußgänger – der sich als der ausgebrochene Plattnase herausstellt. Er überwältigt Micky und glaubt, den Kampf gewonnen zu haben, doch mit einem hat er nicht gerechnet … Jemand erscheint hinter ihm und gebraucht den Schneidbrenner sowie die Schnur, um Plattnase zu überwältigen – Goofy! Plattnase ist fertig und seufzt: „Von Goofy überwältigt! Wie peinlich!“

Doch entgegen der vorherigen Meinung ist Plattnase nicht der Gesuchte, hat er doch selbst die 1.000 Taler für den Ausbruch bezahlt – behauptet er zumindest. Micky glaubt ihm nicht und bringt ihn zum Gefängnisdirektor, wo Micky das Erlebte erzählt. Goofy schläft auf einem Sessel dort und als er aufwacht, hört er wieder dieses „merkwürdige Geräusch“, worauf sich Micky eingesteht, dass Plattnase doch nicht schuldig sei. Der Gefängnisdirektor meint, dieses Geräusch komme vom Gefängniswärter, der vor vier Wochen eingestellt wurde und ein Holzbein hat. Micky hat sofort einen Verdacht – Kater Kuno! Der Vetter von Kater Karlo ist ein berüchtigter Gauner. Daher eilt Micky sofort zum Gefängniswärter un erkennt, dass es doch nicht Kater Kuno sein kann, weil der Gefängniswärter einen weißen Bart hat.

Als Micky das Holzbein sieht, glaubt er doch wieder an Kater Kuno, dieser flieht über die Stiege nach unten. Micky rutscht über das Geländer nach und landet auf dem Gefängniswärter, der daraufhin den falschen Bart verliert und sich tatsächlich als Kater Kuno herausstellt. Kater Kuno wird überwältigt und inhaftiert. Doch dieser nimmt das gelassen, da er durch die Ausbrüche einen lukrativen Job hatte und Nachschlüssel im Holzbein verstecken konnte, mit deren Hilfe er sofort ausbrechen kann: Er schließt einfach die Zellentür und die Tür im Gang und schießt daraufhin die Panzertür vom Essensaufzug auf, mit der er in die Küche kann. Er nimmt den Wagen des Direktors und flieht. Er schreibt Micky als „schwarzer Schatten”, doch Micky vermutet zuerst Plattnase. Kommissar Hunter ruft Micky an und informiert ihn über den Ausbruch Kater Kunos, woraufhin Micky ihn als Absender des Briefs identifizieren kann.

Micky weist den Kommissar daraufhin, dass Kater Kuno keine Komplizen für den Ausbruch gebraucht haben kann, weil er als ehemaliger Gefängniswärter genug Nachschlüssel machen konnte. Da Micky weiß, wo Kater Kuno wohnt, fahren sie dort hin und finden im Haus sein Holzbein, in dem sich massenhaft Schlüssel befinden. Kommissar Hunter bittet Micky, Kater Kuno zu fangen, doch er hat keine Zeit – er hat für sich und Minnie ein Schiff nach Hawaii gebucht.

Hintergrund und Bedeutung[Bearbeiten]

Das fidele Gefängnis entstand 1961 als eine der ersten Werke von Ennio Missaglia (seine erste Geschichte war Der Bau der Entenhausener Mauer/Die Entenhausener Mauer 1960). Giulio Chierchini hatte zuvor seit 1953 bereits über 50 Comicgeschichten gezeichnet, Das fidele Gefängnis war jedoch die erste Zusammenwirkung von Missaglia und Chierchini.

Die italienische Originalversion Topolino e le evasioni impossibili wurde anfangs in zwei Teilen veröffentlicht (jeweils am 2. und am 9. April 1961). Gemäß Bewertung auf Inducks ist die Comicgeschichte auf Platz 3039 aller Geschichten. Im Original wird Kater Karlo verwendet, jedoch im LTB 2 mit Kater Kuno (Vetter von Kater Karlo) übersetzt: wahrscheinlich, weil Kater Karlo in dieser Geschichte wie früher üblich mit Holzbein dargestellt wurde und im Deutschen nicht bekannt war, dass Kater Karlo ein Holzbein hat. In dieser Geschichte wird auch dargestellt, warum man sein Holzbein nicht mehr sieht: er hat eine Prothese. Außerdem wurden bei der deutschen Übersetzung drei Seiten entfernt.

Die Story wird als „nicht besonders aufregend“[1] und als „solide Kriminalgeschichte ohne besondere Höhen und Tiefen“[3] beschrieben. Auf Inducks wird die Comicgeschichte als „Interessante und aufwändige Handlung mit ständigen Überraschungen“ beschrieben, jedoch sei das Ende voreilig und würden die „interessante Idee vereiteln“. Die Geschichte habe den Vorteil, dass sie zeitgemäß sei und sich gekonnt in einen Rahmen einfüge, ohne veraltet zu sein.

Das fidele Gefängnis sei „interessanter und witziger“ als die im LTB 2 zuvor kommende Geschichte Der Fall XYZ. Bemerkenswert sei das Zusammentreffen mit Kater Kuno, einem Vetter (Cousin) des berüchtigten Kater Karlo.[4]

Die Zeichnungen von Giulio Chierchini seien besser als in seinen späteren Geschichten, jedeoch seien sie trotzdem nur mittelmäßig.[3]

Deutsche Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 LTB 2 – Hallo … Hier Micky! ltb-online.de
  2. Im Bild rechts oben sagt Micky: „Und wenn die Brüder ausgebüxt waren, dann fehlte jedes Mal ein Handtuch“. Im nächsten Bild heißt es in der Beschreibung: „Micky berichtet noch einmal von den Wäschepaketen und dass nach der Flucht jedes Mal einer der Wollhandschuhe fehlte…“ und Micky meint dann: „Ich bin sicher, der fehlende Wollhandschuh ist der Schlüssel zur Lösung.“ Als das Paket später gezeigt wird, sind es Handschuhe.
  3. 3,0 3,1 Ltb 2 – Hallo, hier Micky! (Neuauflage: Das ewige Feuer) comicforum.dee
  4. Hallo, hier Micky! – Erster LTB-Auftritt der schlauen Maus pagewizz.com