Die Männchen aus dem Weltall

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Die Männchen aus dem Weltall
Paperino e il mistero dei ladri spaziali
Erstveröffentlichung: 1961
Entstehungsdatum:
Storycode: I TL 314-AP
Story: Osvaldo Pavese
Zeichnungen: Giulio Chierchini
Seiten: 56
Deutsche Übersetzung: Gudrun Penndorf
Deutsche Erstveröffentlichung: LTB 3
Weiterführendes

link= I TL 314-AP Infos zu Die Männchen aus dem Weltall beim Inducks


Die Männchen aus dem Weltall ist eine Comicgeschichte von Osvaldo Pavese (Story) und Giulio Chierchini (Zeichnungen), die von einem Angriff von Außerirdischen auf das Gold im Geldspeicher Dagoberts handelt. In der LTB-Reihe ist dies sowohl die erste Geschichte mit Außerirdischen als auch die erste Geschichte mit einer Reise von Erdbewohnern ins Weltall.

Figuren[Bearbeiten]

Handlung[Bearbeiten]

Abends entspannt sich Dagobert in seinem gepolsterten Sessel, der auf seinem Geld steht. Zur Beruhigung wirft er Münzen auf dem Boden (wegen der nervenberuhigenden Klänge), sieht sich ein Bilderbuch mit Gelscheinen an („Ach, die hübschen Bilderchen!“). Sein Diener Johann bringt ihm seinen Bademantel und er schwimmt ein paar Runden in seinem Gelscheinschwimmbecken. Doch irgendwas stimmt im Becken nicht, daher rückt Johann mit der Unterwasserausrüstung (einem Schnorchel) an. Dagobert ist erschüttert: Geldscheine in Fetzen! Tausende von kleinen Bücherwürmern nagen an den Geldscheinen, daraufhin spritzt Dagobert Insektenvertilgungsmittel – doch die Bücherwürmer setzen einfach Gasmasken auf! Sofort ruft Dagobert seinen Neffen Donald per Telefon zur Hilfe, der sich einen Ausweg überlegen soll. Auch ihm kommt als erstes Insektenvertilgungsmittel in den Sinn, doch das hat Dagobert ja schon versucht.

Donald bringt das Superspray, das Daniel Düsentrieb für Mäuse entwickelt hat und sprüht es in das Becken: Das Geld ist vernichtet und die Bücherwürmer überleben. Dagobert wirft Donald aus dem Fenster und er landet genau neben Tick, Trick und Track. Sie haben eine Idee: alles Papiergeld in Goldmünze umwechseln, doch Dagobert ist nicht begeistert, weil das sehr teuer ist. Doch der erlittene Schaden durch die Bücherwürmer beläuft sich bereits auf 3.427.000 Taler, daher führt er den Vorschlag in die Tat um, die Durchführung dauert einige Wochen.

In der Zwischenzeit landen einige Außerirdischen auf der Erde, die sich über Goldvorräte freuen. Einige Tage später betritt Dagobert seinen Geldspeicher – leer! Alle Geldspeicher sind leer! Er möchte retten, was noch zu retten ist und möchte sein Geld besser bewachen: er hebt Schützengräben aus, legt einen Stacheldrahtzaun und stellt Kanonen auf. Donald sieht eine Fußspur und glaubt, den Gauner gefunden zu haben – doch es stellt sich als sein eigener Fußabdruck heraus. Dagobert bittet Donald, seine neuen Fallen herauszufinden: eine Falltür und Kanonenangriffe. Doch im Geldspeicher angekommen, ist er wieder geplündert.

In der Nacht halten Donald und seine drei Neffen Wache vor dem Geldspeicher und Donald sieht ein Raumschiff und zwei komische Männchen. Einer boxt Donald auf den Kopf und Tick, Trick und Track helfen ihm. Das Geld ist wieder gestohlen und dass Donald von einem Raumschiff als Ursache spricht, ist für Dagobert ein Märchen. Sie fahren zum Gelspeicher, sehen im ersten Moment nichts Auffälliges, doch dann findet Dagobert ein seltsames Gerät, das seine goldene Uhr einsaugt. Um herauszufinden, was es mit dem Gerät auf sich hat, bringen sie es zu Daniel Düsentrieb. Dieser identifiziert dieses Gerät als Desintegrations-Integrations-Sender, womit man Gold auflösen, an einen anderen Ort strahlen und dort in Gold zurückverwandeln kann. Düsentrieb probiert es an einer Goldmünze aus, die er ins nächste Zimmer strahlt. Daniel Düsentrieb erfindet ein Gerät, das die Strahlen des Desintegrations-Integrations-Senders neutralisiert. Es funktioniert: Die Außerirdischen können das Gold nicht mitnehmen, sind entsetzt und sprengen den Geldspeicher, doch lassen sie eine Nachricht fallen.

Die Nachricht ist in der Sprache der Außerirdischen geschrieben, doch Tick, Trick und Track haben ein Lexikon für Weltraumsprachen. Sie stellen sich als Bewohner des Planeten Beta vor, dessen Minen erschöpft sind. Sie warnen, davor, die ganze Stadt zu zerstören, jedoch seien ihre Absichten friedlich. Düsentrieb soll mit ihnen verhandeln und Daniel, Donald und dessen Neffen fliegen mit zum Planet Beta. Dagobert will nicht mit, weil ihn ein Planet ohne Goldreserven nicht interessiert.

Sie sehen nach der Landung einen Apfelbaum und Donald schüttelt einen Apfel herunter, der sich als Apfel aus Metall herausstellt. Daniel Düsentrieb hilft den Bewohnern, indem er einen Kunstdünger für Gold entwickelt. Dieser funktioniert, daher bekommen die Erdbewohner ihr Gold zurück sowie fünf Tonnen Gold, das die Bewohner von Planet Beta für Notzeiten aufbewahrt hatten. Donald soll als Belohnung 20 Taler erhalten, doch er lehnt ab. Dagobert erhöht auf 30 Taler, doch Donald bittet um die alte Goldmine von Goldgitter, um Pilze züchten zu können. Er hatte sich zuvor die Formel des Golddüngers angeeignet, um Gold züchten zu können und hat Erfolg damit. Er lässt in Entenhausen, gegenüber dem Bankhaus Dagobert Duck, den höchsten Wolkenkratzer Entenhausens bauen – für sein Unternehmen, die Donald-Duck-Bergwerk-AG. Dagobert ist vom Größenwahn gepackt, will den Titel als höchster Wolkenkratzer in Entenhausen behalten und erhöht um 20 Stockwerke, Donald daraufhin um zehn, Dagobert ebenfalls um zehn, dann Donald um sieben, Dagobert um 20 und Donald um 30. Danach geht es um Schwimmbäder, bei denen Dagobert sich das größte anschafft.

Donald will sich ein noch größeres Schwimmbad bauen lassen, doch seine Goldreserven sind aufgebraucht. Direktor Dünkelmann telegrafiert ihm aus Goldgitter, das alle Goldreserven erschöpft sind. Zerknirscht erzählt er Daniel Düsentrieb alles, dem das klar ist: „Der Dünger war für die atmosphärischen Bedingungen des Planeten Beta gedacht! Auf der Erde ist die Wirkung nur von kurzer Dauer!“ Dagobert bezahlt Donalds Schulden, doch Donald muss sie in Dagoberts Pilzkultur abarbeiten.

Hintergrund und Bedeutung[Bearbeiten]

Das italienische Original wurde in zwei Teilen – Paperino e il mistero dei ladri spaziali (Teil 1) (3. Dezember 1961) und Paperino e il mistero dei ladri spaziali (Teil 1) (10. Dezember 1962) im Topolino veröffentlicht. 1966 wurde sie in I Classici di Walt Disney 23 veröffentlicht, das LTB 2 war ein reiner Nachdruck dieser Ausgabe.

Die Männchen aus dem Weltall entstand laut Inducks als drittes Werk des italienischen Comicautors Osvaldo Pavese (1929–2009), der ab 1960 Comicgeschichten geschrieben hatte. Seine ersten Geschichten waren Ein haariger Fall (LTB Spezial 25/2007) und Topolino contro l’„Anonima Vecchietti“ (nicht auf Deutsch übersetzt). Für den Zeichner Giulio Chierchini (1928–2019), dem am längsten aktiven Disney-Zeichner, war dies das 62. Werk und die erste von 16 Zusammenarbeiten von Pavese und Chierchini.

Die Plotidee von Die Männchen aus dem Weltall sei leider danach „inflationär oft benutzt worden“: Die Erde wird von Außerirdischen heimgesucht, die sich von Gold ernähren, natürlich ist Dagobert Duck das Angriffsziel, der lässt sich das klarerweise nicht gefallen. Die Geschichte sei eher Durchschnitt, beinhaltet aber einige „witzige und alberne“ Gags enthält – etwa Dagoberts Geldscheine, die Opfer hungriger Bücherwürmer werden und die Buchwürmer, die zu Gasmasken greifen. Zeichnerisch sei die Geschichte auf bescheidenem Niveau angesiedelt, vor allem sehen würden Aliens ungelenk aussehen.[1]

Auf Inducks wird die Comicgeschichte als „ausgezeichnete Geschichte“, „komisch“ und als „Zeitverschwendung“ beschrieben. Sie ist laut Inducks-Wertung auf Platz 35.460 aller Geschichten (Stand: Januar 2021).

Das 1994 veröffentlichte Cover Paperino, das in Paper Fantasy 1 und in Topolino Story 115 verwendet wurde, bezieht sich auf die Geschichte.[2]

Deutsche Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]