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Don Rosa

Aus Duckipedia
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Don Rosa zusammen mit dem freiberuflichen Disney-Übersetzer Jano Rohleder im Oktober 2006. (© Jano Rohleder)

Keno Don Hugo Rosa (* 29. Juni 1951 in Louisville, Kentucky) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Autor und Zeichner von Comics, vor allem für die Walt Disney Company. Er ist einer der populärsten lebenden Disney-Comics Zeichner. Sein Magnum Opus Sein Leben, seine Milliarden gilt als eines der größten Werke der Comicliteratur.

Charakteristisch für Rosas Stil sind die sorgfältig recherchierten Storys (oft vor historischem Hintergrund) und die oftmals mit Insiderwitzen und Reminiszenzen an andere Comics (insbesondere der von Carl Barks) gespickten Hintergrundzeichnungen, oft mit Licht-/Schatten-Gestaltung durch Schraffierung.

Leben[Bearbeiten]

Selbstbildnis

Don Rosa, wie er häufig nur genannt wird, wurde 29. Juni 1951 als Enkel italienischer Einwanderer in Louisville, Kentucky, geboren. Er interessierte sich zwar von Anfang an sehr für Duck-Comics, absolvierte aber trotzdem erst einmal ein Studium als Bauingenieur und übernahm das Familienunternehmen, Don Rosa Tile Company, das 1905 von seinem Großvater gegründet wurde. 1980 heiratete er Ann Payne (mit der er bis heute zusammenlebt), zusammen haben sie drei Kinder.

1986 wurde er dann auf den Gladstone-Verlag aufmerksam und fing an Duck-Comics zu schreiben, erst parallel zu seinem Beruf als Ingenieur. Erst ein halbes Jahr nach Veröffentlichung seiner ersten Duck-Geschichte verkaufte er das Unternehmen und widmete sich voll den Comics, mehr dazu siehe „Werk“.

Im Jahr 2006 wurde Don Rosas endgültig letzte Geschichte veröffentlicht, heute tourt er durch die Welt, trifft sein Fans und widmet sich anderen Dingen, zu denen er früher keine Zeit hatte…

Verhältnis zu Comics[Bearbeiten]

Don Rosa mit seinen Figuren im 313

Don Rosas ältere Schwester Diana besaß eine riesige Comicsammlung, die Don Rosa näher an das Universum der Ducks brachte. Schon als kleines Kind las er die Comics und skizzierte sogar einige eigene. „Onkel Dagobert’-Comics sind für mich so real wie meine Eltern. Sie waren da, seit ich geboren wurde. Ich erzählte den Leuten immer, dass ich eines Tages selber 'Onkel Dagobert'-Comics zeichnen würde.“ So skizzierte er zum Beispiel Reise zum Mittelpunkt der Erde bereits als achtjähriges Kind. Seine Lieblingsfigur ist mit Abstand Onkel Dagobert und sein Lieblingszeichner natürlich Carl Barks. „Barks' Enten nahmen ihre Leser ernst und blickten nicht auf sie herab, nur weil sie Kinder waren. Das hat mich schon als Kind begeistert. Ich spürte, hier nahm mich jemand ernst …“[1]

Zu anderen Comics hat Don Rosa ein sehr gemischtes Verhältnis. Während er einige andere Comics, wie Asterix oder die Superhelden-Comics aus den 50ern und 60ern gerne liest[2], charakterisiert er die neueren amerikanischen Superheldencomics folgendermaßen: „Die Geschichten sind fast durchgängig schlecht“. Er kritisiert hier vor allem das Minimalisieren der Geschichten: „Stark vereinfacht könnte man sagen, dass der amerikanische Comic inzwischen nicht mehr auf Geschichten, Charakteren und Erzähltechnik fußt, sondern auf Action und Gewalt, gemixt mit dem Grundsatz, selbst die simpelste Idee so lang und breit auszuwalzen, wie es nur geht. Die wenigen noch verbliebenen Comic-Käufer sollen möglichst viele Hefte kaufen, um eine Minimalgeschichte zu lesen.“[1]

Frühe Comics[Bearbeiten]

Wie schon gesagt skizzierte Don Rosa in seiner Kindheit einige Duck-Comics selbst und schrieb sogar eine vollständige eigene Geschichte, Return to Duckburg Place, die Entenhausen und die Ducks in das Amerika der 1970er transportiert und Drogenabhängigkeit, Gewalt sowie radikalen Antikapitalismus zeigt. Einige Elemente dieser Geschichte verwendete Rosa unwissentlich später bei Der Duck, den es nie gab. Später hörte er mit den Duck-Comics jedoch auf und widmete sich seinen eigenen Comics: Die Pertwillaby Papers, die in seiner Studentenzeit entstanden und zunächst von einem universitären Setting ausgingen, das allerdings bald durch irrwitzige Expeditionen und die Physik auf den Kopf stellenden Erfindungen gebrochen wurde, sowie der Superhelden-Comic „Captain Kentucky“. Allerdings hatte er damit recht wenig Erfolg (einige Geschichten griff er jedoch wieder auf und machte daraus Duck-Comics). Denn der amerikanische Comicmarkt fixierte sich immer mehr auf Superheldencomics, daher stießen auch Don Rosas Versuche der 70er und 80er, mit eigenen Comics erfolgreich zu sein, gegen eine Wand, die zu durchbrechen er nie vermochte.[3] Captain Kentucky machte Don Rosa kurzfristig immerhin lokal bekannt, wovon Signierstunden und Merchandising zeugen. Dennoch blieb er weit hinter dem Ruhm zurück, den ihm seine Duck-Comics später einbringen sollten.

Duck-Comics[Bearbeiten]

→ Für eine Liste aller Comics von Don Rosa, siehe Liste aller Comicgeschichten von Don Rosa

Der Sohn der Sonne (© Disney)

Eigentlich hatte Don Rosa das Comicschreiben schon aufgegeben. Insgesamt war er von der amerikanischen Comicszene, die sich, wie schon gesagt, immer weiter den Superheldencomics zuwandte, ziemlich enttäuscht. Im Jahre 1984 wurden alle traditionellen Disney-Veröffentlichungen in den USA eingestellt. Kurzfristig schien das Ende des amerikanischen Duck-Comic gekommen. 1986 ging ein mutiger neuer Verlag mit Disney-Lizenz auf den Markt, der sowohl alte Klassiker von Barks veröffentlichte, als auch neue Zeichner suchte, die den Comicmarkt revolutionieren könnten: Gladstone. Da sah Don Rosa seine Chance und bewarb sich. „Es ist mein Schicksal, Onkel Dagobert zu zeichnen.“

Byron Erickson, der damalige Verleger für Gladstone, gab ihm eine Chance und so konnte Rosa seine erste richtige Duck-Geschichte zeichnen: Der Sohn der Sonne.[3] In diesem Abenteuer wandte er bereits alles an, was später zu seinen Markenzeichen wurde: Gekonnt eingestreute Bezüge zu Geschichten von Carl Barks, die Suche nach einem legendären Schatz vor zahlreichen historischen Hintergründen, detailreiche Zeichnungen, guter Humor, eine D.U.C.K.-Widmung… Kein Wunder, dass diese Geschichte bei den Fans unglaublich gut ankam und sogar für den Harvey-Award nominiert wurde. Gladstone ist überzeugt und Don Rosa darf weitere Geschichten schreiben. So schreibt er 18 Geschichten bei Gladstone.

1989 kam es zu Streitigkeiten mit dem Verleger: Disney verbot Gladstone, eingereichte Arbeiten an die Autoren zurückzugeben, was für Rosa als freischaffender Zeichner nicht hinnehmbar war. Nach einem kurzen Intermezzo beim Fernsehen (TaleSpin) wechselte er 1990 zum dänischen Disney-Verleger Egmont.

Schnell machte sich bei den Geschichten ein System bemerkbar. Man kann von 7 groben (und natürlich sich überschneidenden) Kategorien sprechen, in die sich die Geschichten einteilen lassen:

  1. Geschichten über Dagoberts Jugend
  2. Lange Abenteuergeschichten
  3. Barks-Fortsetzungsgeschichten
  4. Jubiläumsgeschichten
  5. Geschichten, die die physikalischen Gesetze durcheinander bringen
  6. Gagstorys
  7. Angriffe auf den Geldspeicher

Anmerkung: Laut Don Rosas Redakteur Byron Erickson sind es vier Kategorien: Forschungsgeschichten, Barks-Fortsetzungen, Geschichten zu Dagoberts Leben, Spaß-mit-Physik Geschichten[4]

Geschichten über Dagoberts Jugend[Bearbeiten]

Onkel Dagobert – Sein Leben, seine Milliarden (© Disney)
Cover zum Kapitel I © Egmont Ehapa

Im Jahre 1991 bekommt Don Rosa den Auftrag, eine Reihe über Dagoberts Jugend zu schreiben. Bereits zuvor hatte Rosa Geschichten über Dagoberts Jugend geschrieben, er nimmt mit Freuden an. Zwei Jahre lang arbeitet Don Rosa an dieser Reihe. 1993 ist sie dann fertiggestellt: Sein Leben, seine Milliarden (The Life and Times of $crooge McDuck). Dieses Werk war sein endgültiger Durchbruch und ist bis heute sein Magnum Opus. 12 Kapitel, die die verschiedenen Schritte Dagoberts zum Reichtum und den Wandel seiner Persönlichkeit zeigen. 12 Kapitel, in die er so gut wie jeden, auch noch so kleinen Hinweis über Dagoberts Jugend aus fast allen von Carl Barks geschriebenen Geschichte einbindet. 12 Kapitel mit zusammen über 200 Seiten, die ein riesiger Erfolg werden und für die Don Rosa 1995 sogar den Eisner Award bekommt. Seitdem ist Don Rosas Name in aller Munde.

Später zeichnet er auch nach und nach weitere Zusatzkapitel, entweder, weil er einen von Barks erwähnten Teil Dagoberts Jugend weggelassen hat, oder weil es ihm einfach Spaß macht, Geschichten aus Dagoberts Jugend zu zeichnen. Heute hat er sechs solche Zusatzkapitel gezeichnet.

→ Siehe auch Hauptartikel „Sein Leben, seine Milliarden

Schatzsuchen[Bearbeiten]

Die Ducks finden die legendäre Mine des Holländers (Das Geheimnis der verschollenen Mine) (© Egmont Ehapa)
Auch der Schatz der Tempelritter bleibt vor ihnen nicht verschont (Ein Brief von daheim) (© Egmont Ehapa)

Diese Kategorie ist Don Rosas Lieblingskategorie. Es handelt sich bei diesen Geschichten immer um Suchen nach legendären Schätzen, die Dagobert haben will und bei denen die Neffen mitkommen. Manchmal handelt es sich um wirklich existierende, aber verlorenen Schätze, wie in Auf der Suche nach der verlorenen Bibliothek, wo nach der verlorenen Bibliothek von Alexandria gesucht wird. Meistens handelt es sich jedoch um eine Suche nach Schätzen aus Legenden, wie die Mine des Holländers, nach der in Das Geheimnis der verschollenen Mine gesucht wird, der Schatz der Tempelritter, um den es in Ein Brief von daheim geht oder wie das legendäre Goldland Eldorado, zu dem es in Das Geheimnis von Eldorado geht.

Aber nach frei erfundenen Schätzen wird nie gesucht. Und die Kulisse ist immer vollständig authentisch. Denn vor dem Schreiben einer solchen Geschichte macht Don Rosa erst einmal umfangreiche Nachforschungen über den Schatz, die Umgebung, in der er sein soll und den historischen Hintergrund des Schatzes. Und da der Schatz am Ende immer gefunden wird, dürften die Comics schon so manchen Schatzsucher dazu verführt haben, einmal der in der Geschichte verwendeten Spur zu folgen. Allerdings haben diese Geschichten noch eins gemeinsam: Die Ducks finden den Schatz zwar immer, aber am Ende müssen sie ihn meistens abgeben, zum Beispiel weil es sich bei ihm um das Kultureigentum eines bestimmten Volkes handelt…

Barks-Fortsetzungsgeschichten[Bearbeiten]

Die Barks-Fortsetzungsgeschichten sind ein weitere Markenzeichen Don Rosas und ein weiterer Grund für seine Beliebtheit. In diesen Geschichten machen sich die Ducks auf, um zu einem Ort zu gelangen, der schon in einer Barks-Geschichte besucht wurde. Außerdem ist Dagobert, der in der Geschichte von Barks oft noch nicht dabei war, auch mit von der Partie. Prominentestes Beispiel ist hier bestimmt Zurück ins Land der viereckigen Eier, in der die Ducks zurück ins Land der viereckigen Eier aus Im Land der viereckigen Eier gehen – diesmal in Begleitung von Dagobert und mit Mac Moneysac als Gegenspieler. Manchmal kommen die Ducks auch zufällig wieder in ein Land, in dem sie bei einer Barks-Geschichte bereits waren. So ist es zum Beispiel bei Wiedersehen mit Tralla La, wo die Ducks auf der Suche nach einem Schatz zufällig nach Tralla La aus Der verhängnisvolle Kronenkork kommen. Don Rosa liebt es, solche Fortsetzungsgeschichten zu machen, weil er so Geschichten und Orte aus seiner Kindheit wieder besuchen kann.

Eine besondere Art der Fortsetzungsgeschichte, die eigentlich keine Fortsetzungsgeschichte ist, ist das Remake. Hier wird noch einmal der gleiche Plot, wie in einer anderen Geschichte verwendet, aber leicht abgeändert. Ein gutes Beispiel ist hier Superduck, das ein Remake von Der Supermensch ist.

Es gibt sogar eine eigene Collection, die Barks/Rosa Collection, in der nur Fortsetzungsgeschichten von Don Rosa zusammen mit ihrer Vorgeschichte publiziert wurden.

Jubiläumsgeschichten[Bearbeiten]

Herzlichen Glückwunsch, Donald! (Der Duck, den es nie gab), (© Egmont Ehapa)

Da Don Rosa schnell ein unglaublich bekannter und beliebter Zeichner wurde, bat Egmont ihn oft, Jubiläumsgeschichten für bestimmte Jubiläen der Duck-Welt zu schreiben. Diese Geschichten stellen Rosa zufolge eine besondere Herausforderung dar: „Natürlich macht es mir immer wieder Spaß, einer solchen Bitte nach einer Jubiläumsgeschichte nachzukommen, aber es bereitet einem auch immer wieder Kopfschmerzen, eine 'besondere' Geschichte mit einer Figur zu zeichnen, die von allem abweicht, was mit ihr schon geschehen ist. Man muss eine Geschichte erfinden, die besondere Qualitäten hat, etwas, was es vorher noch nicht gab. Dabei muss man aber aufpassen, dass man mit der Handlung der Geschichte nicht den Charakter der Figur oder grundlegende Eigenschaften und Schauplätze verändert. Da ich diese Dinge nicht verändern darf, kann ich eigentlich nur die Option wahrnehmen, zu erklären, wie es zu den uns so vertrauten Gegebenheiten, Eigenschaften und Schauplätzen gekommen ist, also so genannte Ursprungsgeschichten erfinden.“[3] Trotzdem nahm er die Aufträge immer gerne an und es entstanden einige wirklich bemerkenswerte Geschichten.

Manchmal klärt Rosa die Herkunft von irgendetwas, wie in [Gustav, der Pechvogel]], wo er zeigt, wo Gustavs Glück herkommt, oder wie in Reif fürs Fähnlein Fieselschweif, wo wir miterleben, wie die Neffen zum Fähnlein gekommen sind und so zu denen wurden, die wir heute kennen. Oder er zeigt, wie wichtig eine Figur ist, wie in Der Duck, den es nie gab, wo wir sehen, wie Entenhausen wäre, wenn Donald nicht existieren würde.

Geschichten, die die physikalischen Gesetze durcheinander bringen[Bearbeiten]

In mehreren Geschichten bringt Don Rosa die Gesetze der Physik komplett durcheinander, und zwar immer auf korrekte Weise, was wohl auf seine Vergangenheit als Ingenieur zurückzuführen ist. So hebt er Massenträgheit und Reibungskräfte auf (Eine schlüpfrige Angelegenheit), kehrt die Schwerkraft um (Alles schwer verquer), stoppt die Zeit (Eine verhängnisvolle Erfindung) oder lässt Donald und Dagobert schrumpfen (Schrumpfende Onkels).

Gagstorys[Bearbeiten]

Die kürzeren Gagstorys sind die Geschichten, die Don Rosa nach eigenen Angaben am schwersten fallen: „Ich persönlich finde es schwieriger, zehnseitige Gagstorys zu schreiben, als meine üblichen Abenteuer, da mein Geist (leider) nur in der Komplexität zu gedeihen scheint. Es ist eine ziemlich harte Angelegenheit, auf eine Idee zu kommen, die gut genug ist, um eine kurze Gagstory zehn Seiten lang voranzutreiben, und ich beneide Schriftsteller, die das schaffen!”[3]. Daher schrieb er nur wenige, von denen er einige sogar nur zeichnete. Trotzdem gibt es ein paar wirklich bemerkenswerte Gagstorys aus seiner Feder. Dabei benutzt er ganz viele verschiedene Themen: Donald, Meister seines Faches in Der Landschaftsarchitekt, die schwänzenden Neffen in Schwänzen will gelernt sein oder auch eine nicht enden wollende Angriffswelle auf den Geldspeicher, wie in Aaaaaaattacke!.

Angriffe auf den Geldspeicher[Bearbeiten]

Vor dem schwarzen Ritter ist nichts sicher (© Egmont Ehapa)

„Manchmal schrieb und zeichnete ich Geschichten über die Suche nach irgendeinem sagenhaften Schatz, was für mich einen enormen Aufwand an Nachforschungen und die Verwendung tatsächlicher historischer Fakten sowie authentischer exotischer Örtlichkeiten bedeutete. Danach dachte ich mir aber auch immer wieder mal: „Jetzt zu etwas völlig anderem!“, und entwarf eine einfache Action-Story, in der es um eine Panzerknacker-Attacke auf den Geldspeicher ging oder einen weiteren Plan Gundel Gaukeleys, Dagoberts Nummer eins zu stehlen. Also eine Geschichte, in der es nicht darum geht, wie er „sein Geld vermehrt“, sondern „wie er sein Geld behält“.“ Bei Barks gab es drei wiederkehrende Schurken: Die Panzerknacker, die Dagoberts ganzes Geld haben wollen, Gundel Gaukeley, die nur die Nummer eins haben will, und Mac Moneysac, der Dagobert einfach nur am Boden sehen will[5]. Diese verwendete auch Don Rosa mehrfach, wie die Panzerknacker in Gauner gegen Geldspeicher oder Gundel in Der magische Tunnel. In Sein goldenes Jubiläum lässt er die drei sogar zusammenarbeiten.

Doch Don Rosa erfindet auch seinen eigenen Schurken: Den Meisterdieb Arpin Lusène, alias „Der schwarze Ritter“. Dieser geniale Dieb wird von manchen sogar als der Höhepunkt in Rosas Karriere angesehen, da Rosa ihn von Anfang an perfekt ausgestaltet hat[6]. Er taucht hauptsächlich in den Meisterwerken Der schwarze Ritter und Der schwarze Ritter sprotzt wieder auf. Letztere Geschichte wurde sogar für den Harvey-Award nominiert.

Das Fähnlein Fieselschweif wird gegründet und bekommt das Schlaue Buch (Reif fürs Fähnlein Fieselschweif) (© Egmont Ehapa)

Sonstige Kategorien[Bearbeiten]

Es gibt von Don Rosa auch zahlreiche Geschichten, in denen wir mehr über das Universum der Ducks erfahren und die man auch als eigene Kategorie zählen könnte. Zu dieser Kategorie gehören natürlich die Sein Leben, seine Milliarden-Geschichten, aber auch andere, die mehr über das restliche Duck-Universum verraten. Besonders angetan scheint Don Rosa von der Geschichte Entenhausens zu sein. Da gibt es nämlich nicht nur die Geschichte Seine Majestät Dagobert I., in der wir die Entstehung Entenhausens miterleben, sondern auch etliche Randbemerkungen und kleine Rückblenden, die die Geschichte der Stadt aus dem Dunkel heben. Ein zweites Thema, auf das Rosa häufig zurückkommt, ist die Entstehung des Fähnlein Fieselschweif und des Schlauen Buches, die er vor allem in Auf der Suche nach der verlorenen Bibliothek und Reif fürs Fähnlein Fieselschweif vertiefte.

Außerdem gibt es eine Geschichte, die nicht in diese Kategorien hineinpasst: Reise zum Mittelpunkt der Erde. Denn bei diesem Abenteuer handelt es sich weder um eine Schatzsuche, noch um einen Angriff auf den Geldspeicher oder so etwas, sondern um eine von niemandem geplante Katastrophe, die zu verhindern es gilt.

Cover[Bearbeiten]

Zusätzlich zu den Comics zeichnete Don Rosa auch zahlreiche Cover. Diese gehören meistens zu seinen eigenen Geschichten, allerdings zeichnete er auch einige zu Geschichten von Carl Barks und auch einige ganz wenige zu Geschichten von anderen Autoren, wie zum Beispiel Marco Rota.

Hier haben Sie eine Übersicht mit allen von Don Rosa gezeichneten Covers auf Don-McDuck.de


Don Rosas letzte Geschichte, Die Gefangene am White Agony Creek (© Egmont Ehapa)

2002 legte Rosa seine Arbeit für längere Zeit nieder, da er mit der Weiterverarbeitung seiner eingereichten Comics nicht einverstanden war. Die Kolorierungen erschienen ihm nicht gelungen und unsauber ausgeführt, Details seien verpixelt. Dazu wurde ohne seine Einverständniserklärung mit seinem Namen geworben. Erst im Dezember desselben Jahres kam es zu einer Einigung, die ihm ein größeres Mitspracherecht bei der Weiterverarbeitung seiner Comics einräumte[7]. Daraufhin zeichnete Don Rosa nur noch wenige Comics, die dafür umso bemerkenswerter sind. So erschienen in dieser Zeit die längste Geschichte, die er je schrieb, Ein Brief von daheim, eine umfassende Charakterstudie von Donald Duck (Die glorreichen sieben (minus vier) Caballeros), sowie dann schließlich auch seine letzte Geschichte, Die Gefangene am White Agony Creek, in der er in Dagoberts Zeiten als Goldgräber im Klondike zurückkehrt und das Verhältnis zwischen Dagobert und Nelly erklärt.

→ Für eine Liste aller Geschichten von Don Rosa, siehe Liste aller Comicgeschichten von Don Rosa

Endgültiges Ende der Karriere[Bearbeiten]

Im Jahr 2006 legt Don Rosa endgültig den Stift nieder. Später veröffentlicht er 6 Gründe, warum er aufgehört hat, Comics zu zeichnen:

  1. Enttäuschung über das Disney Comics System; mit diesem System war er ganz und gar nicht einverstanden, mehr dazu in „Don Rosas Verhältnis zu Disney“
  2. Seine Netzhautablösung
  3. Depression
  4. Seine Popularität
  5. Er arbeite zu hart
  6. Er arbeite zu lange[7]

Stil[Bearbeiten]

Zeichnungen[Bearbeiten]

Hier sehen Sie, wie Don Rosa aus Der zweitreichste Mann der Welt Figuren für seine Geschichte Der Sohn der Sonne abzeichnete (© Disney Hachette Presse)

Don Rosa besuchte nie eine Kunstschule oder ähnliches. Das Zeichnen lernte er zum Teil in seinem Beruf als Ingenieur und zum Teil von allein, indem er Figuren von Barks abzeichnete. So war er am Anfang seiner Karriere noch sehr unsicher und zeichnete in seinen frühen Duck-Geschichten Figuren von Barks ab. Nach und nach wurde er zwar sicherer, aber der kantige, raue, unsaubere, einfach disneyuntypische und fast undergroundcomicartige Zeichenstil blieb. Das sorgt für eine Menge Kritik. Rosa selbst ist von seinen Zeichnungen auch nicht so begeistert, er findet andere Zeichner viel besser: „Ich gäbe alles dafür, so wunderbar zeichnen zu können wie Marco Rota!!!“[8]

Aber Don Rosa hat auch ein weiteres, diesmal eher positives zeichnerisches Merkmal: Seine Bilder sind voller liebevoller Hintergrunddetails und witziger Hintergrundgags. Außerdem sind viele Figuren äußerst realistisch gezeichnet. Das ist der Grund dafür, dass einige Fans vom besten Zeichner aller Zeiten sprechen.

Zum Layout seiner Comics kann man nur sagen, dass Don Rosa ein vier-Reihen-Layout verwendet. Allerdings bleibt zu ergänzen, dass die von ihm genutzte Anzahl an Panels pro Seite im Laufe der Zeit stark variiert: Während er in frühen Geschichten im Durchschnitt etwa 7 bis 8 Panels pro Seite benutzt, was mit anderen Zeichnern wie Carl Barks vergleichbar ist, werden es im Laufe der Zeit immer mehr, da Rosas Geschichten zum Teil komplexer werden, den Rahmen für die Seitenanzahl aber nicht sprengen dürfen. So zeichnet er am Ende seiner Karriere etwa 10 Panels pro Comicseite, was für einen Disney-Comic schon eher ungewöhnlich ist.

Geschichten[Bearbeiten]

Bekannt ist Don Rosa unter anderem dafür, dass er für die meisten seiner Geschichten umfangreiche Recherchen macht. So spielen diese oft vor vollkommen authentischem historischen Hintergrund. „Zunächst einmal orientiere ich mich wirklich ausschließlich an den gegebenen historischen Zusammenhängen, spiele mit ihnen herum, verändere sie hier und da. Irgendwann komme ich an einen Punkt, an dem ich nichts mehr an den Fakten ändern will, auch wenn ein bisschen Flunkerei den Plot verbessern würde.“ Für diese Recherchen wendet er sehr viel Zeit auf, ruft Experten an oder benutzt seine umfangreiche „National-Geographic“-Bibliothek.[1]

Ein typisches Beispiel eines Barks-Bezuges: In Der Duck, den es nie gab erinnert Donald sich, dass er dieses Schiff, das originalgetreu nachgebildet ist, in Der goldene Helm schon einmal putzen musste (© Egmont Ehapa)

Ein weiteres Merkmal sind die zahlreichen Barks-Bezüge. Don Rosa schreibt nicht nur Fortsetzungsgeschichten für Barks-Abenteuer, sondern baut in seine Geschichten auch zahlreiche Bemerkungen, die sich auf Barks-Comics beziehen, sowie Figuren oder Objekte aus Barks-Comics ein. Insgesamt sind seine Comics zusammen mit denen von Barks ein geschlossener Kreislauf: Alles stimmt überein (oder fast alles, weil Barks selber in seinen Comics einige Unstimmigkeiten hatte).

Außerdem ist Don Rosa ein riesiger Film-Fan, daher baut er in seine Geschichte oft Bezüge zu Film-Klassikern ein, mehrmals benutzt er auch den Plot eines Filmes und macht daraus dann eine Enten-Geschichte. Diese sind oft so obskur, dass nur er selbst sie erkennt. Dazu sagt er selber: „Meine Filmanspielungen sind zu obskur und sinnlos? Ja, das stimmt vermutlich. Doch das hat mich noch nie davon abgehalten, sie einzubauen. Muahahahaha!“[9]

Außerdem ist sein besonderer Humor beachtenswert: Don Rosas Abenteuer sind vollgestopft mit lustigen Gesichtsausdrücken, Wortspielen (von denen manche leider nicht übersetzbar sind), subtilen und offensichtlichen Gags, die ihm 1997 zu recht den Eisner Award für die beste humoristische Publikation einbrachte, da man oft aus dem lachen nicht mehr rauskommt.

In Ein Brief von daheim trauert Dagobert vor den Gräbern der verstorbenen Eltern (© Disney Hachette Presse)

Was ihn jedoch von allen anderen Disney-Autoren unterscheidet, ist der Umgang mit ernsten Themen. Das Tabu, diese zu benutzen, wird von ihm mehrfach gebrochen: So wird in Der Einsiedler am White Agony Creek der Tod von Dagoberts Mutter angekündigt, in Der Milliardär im Hochmoor sieht man sogar den gerade verstorbenen Vater. Oft sieht man Dagobert am Friedhof seiner Eltern trauern. Don Rosa wollte sogar eine Geschichte machen, in der Tick, Trick und Track sich auf die Suche nach ihrer verschollenen Mutter Della begeben, aber das verwarf er selber, da auch er diesmal fand, dass so etwas nicht in einen Disney-Comic gehört[10].

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Ein wichtiges Markenzeichen Rosas sind auch die D.U.C.K.-Widmungen. Aber mehr dazu im Hauptartikel.
  • Außerdem versteckt er in seinen Geschichten hin und wieder einen Hidden Mickey.
  • Fast alle Geschichten von Don Rosa spielen zwischen 1942 und 1967, das hält er für die beste Lösung für das Problem, dass Dagobert nicht 1898 am Klondike gewesen sein kann, um dann 2000 noch zu leben.
  • Für Don Rosa ist alles, was nicht von Barks oder von ihm geschrieben wurde, apokryph. So glaubt er zum Beispiel auch, dass Figuren wie Dussel eigentlich gar nicht existieren, da Barks sie nie verwendete. Auf der anderen Seite sieht er Primus von Quack als reale Figur, weil er in einem Barks'schen Einseiter auftaucht, und hätte ihn gerne verwendet, wurde von seinen Redakteuren jedoch daran gehindert.

Don Rosas Redakteur Byron Erickson fasste Rosas Stil einmal folgendermaßen zusammen:„Man kann eine Don-Rosa-Story nicht mit derjenigen irgendeines anderen Zeichners verwechseln. Es mag vom technischen Standpunkt gesehen bessere Zeichner geben, aber niemand bringt seine Lebensfreude und seinen Enthusiasmus besser in seine Arbeit ein als Don. Dons Passion war klar und deutlich in 'Das Gold der Inkas' zu sehen und scheint noch immer glasklar in jeder einzelnen Geschichte durch, die er seitdem gezeichnet hat. Genau das macht sie so erinnerungswürdig, nicht seine großartigen Handlungen oder seine witzigen Gags oder seine raffinierten Dialoge. Wir sehen auf jeder einzelnen Seite, dass er seine ganze Seele in seine Arbeit einbringt.“[3]

Verhältnis zu Barks[Bearbeiten]

Don Rosa und Carl Barks bei ihrem einzigen Treffen (© Comicscube)

Don Rosa wird häufig als „Der neue Barks“ oder ähnliches bezeichnet, was er jedoch ablehnt: „Ich bin ich nicht Carl Barks, sondern Don Rosa. Und deswegen kann ich auch immer nur Don-Rosa-Storys zeichnen. In mancherlei Hinsicht wird meine Arbeit niemals auch nur annähernd so gut werden wie seine, in anderer Hinsicht ist sie eben einfach nur anders. Ich versuche nicht, Barks zu imitieren. Ich bin als Zeichner auch nicht gut genug, um so etwas zu machen, wie etwa Jippes es durchaus kann. Ich versuche nur, Duck-Geschichten zu erzählen, die den gleichen ‚Geist‘ atmen wie die, die ich selbst als Kind gelesen habe.“

Außerdem gibt es nur eine Geschichte, die Don Rosa und Carl Barks direkt verbindet: Der Rattenfänger von Entenhausen. Für diese Geschichte schrieb Carl Barks die ersten drei Seiten des Skripts, Don Rosa nahm das dann auf, vollendete es und zeichnete die Geschichte.

Einige Zeit lang war das Verhältnis zwischen Don Rosa und Carl Barks sehr ungewiss. Die beiden hatten sich nie getroffen und es kursierten Gerüchte, dass Barks Rosa auch gar nicht treffen wolle. Doch es stellte sich heraus, dass diese Gerüchte nur on Barks’ Managern in die Welt gesetzt wurden.[1] Schließlich gab es dann sogar ein Treffen zwischen den beiden, am 12. August 1998 in Medford, Oregon[11] Carl Barks zu Rosa: „Don Rosa has a style that is a little bit different from the Disney style. I know that there is a great deal of people that like that style, which is extremely detailed. So there is room in the business for artists like Don Rosa and for others like Van Horn. They have a different style. But if they have a good story and tell it properly, then people are going to like it.“

Auf Deutsch: „Don Rosa hat einen Stil, der sich etwas vom Disney-Stil unterscheidet. Ich weiß, dass es einen Haufen an Leuten gibt, die diesen extrem detailreichen Stil mögen. Also gibt es Platz im Geschäft für Künstler wie Don Rosa und für andere wie Van Horn. Sie haben einen unterschiedlichen Stil. Aber wenn sie eine gute Geschichte haben und sie ordentlich erzählen, dann werden Leute sie [d.h. die Geschichte] mögen.“

Verlage[Bearbeiten]

Don Rosa betont immer, nie Comics für Disney gezeichnet zu haben. Tatsächlich sei er immer für unabhängige Verlage mit Disney-Lizenz tätig gewesen. Doch für welche Verlage arbeitete er? Von 1986 bis 1989 war er für den amerikanischen Verlag Gladstone aktiv. Während dieser Zeit zeichnete er auch einige Comics für den niederländischen Verlag Oberon, da Gladstone ihn nie vollständig auslasten konnte. 1990 wechselte er dann zum dänischen Verleger Egmont. Für diesen schrieb er mit Abstand die meisten Geschichten. Allerdings lehnte Egmont einige seiner Storys ab. Mit denen ging er dann zum französischen Disney-Lizenznehmer Disney Hachette Presse[3]. Also war Don Rosa bei einer Menge verschiedener Verlage aktiv – aber für Disney arbeitete er nie! Das ist auch einer der Gründe, warum er so wütend auf Disney ist, denn Disney verdient durch ihn kräftig. Aber mehr dazu unter „Verhältnis zu Disney“.

Verhältnis zu Disney[Bearbeiten]

Don Rosa hat ein sehr schlechtes Verhältnis zu Disney. Das war der Grund, warum er mehrere Male den Stift niederlegte und einer der Gründe, warum er schließlich endgültig aufhörte, Comics zu schreiben. Er beklagt vor allem das archaische System: „Wenn meine Geschichten beliebter sind als andere, wenn sie nachgedruckt werden, wenn ein Verlag wie Ehapa eine Albenreihe herausbringt, die ausschließlich meine Geschichten enthält, bekomme ich für all das nicht einen Cent mehr gezahlt. Damit das jetzt nicht falsch klingt: Für diese Verhältnisse können die Lizenznehmer nichts. Natürlich zahlt Ehapa eine Abgabe an den Disney-Konzern, wenn meine Storys in Deutschland abgedruckt werden. Nur sehe ich eben nichts von diesem Geld. Ich allein schreibe und zeichne diese Geschichten, bin nicht einmal bei Disney angestellt, sondern arbeite für Egmont. Disney trägt absolut nichts zu diesen Storys bei. Und trotzdem geben sie keinen Cent von den Lizenzen an mich oder Egmont ab. Egmont produziert pro Jahr rund 4.000 bis 5.000 Seiten neuer Disney-Comics, muss die kompletten Rechte daran an Disney abtreten und darf für diese ‚Ehre‘ sogar noch zahlen. Ein tolles Geschäft, was? Was mich außerdem ärgert: Ich bekomme meine Original-Seiten nicht wieder zurückgeschickt, obwohl sie rechtlich gesehen mein Eigentum sind ... Auch dies ist der Wunsch von Disney und nicht von Egmont. Der Verkauf von Originalen ist kein Kaffeegeld für Comic-Zeichner, sondern eine wichtige Einnahmequelle, die wir verdient haben. Trotzdem werden Zeichner, die für Disney arbeiten, um diese Möglichkeit beraubt. Dafür gibt es keinerlei rechtliche Grundlagen, nur hat noch nie jemand dagegen geklagt. Außerdem halte ich es für einen unbefriedigenden Zustand, dass die Namen der Texter und Zeichner in den Veröffentlichungen nicht genannt werden, obwohl die Namen der Redakteure und Übersetzer durchaus aufgeführt sind. Egmont hatte vor einiger Zeit einmal vorübergehend damit begonnen, die Namen abzudrucken, aber Disney hat sie schon kurz danach aufgefordert, das wieder einzustellen.“[12]

Dieses sehr schlechte Verhältnis zu Disney hat ihn schon mehrfach dazu bewegt, den Stift niederzulegen. Aber warum hat er das nicht schon viel früher getan? „Mein Problem ist einfach, dass ich mit den Comics von Barks aufgewachsen bin, der ausgerechnet in dem einzigen Bereich gearbeitet hat, in dem man Zeichner wie Sklaven behandelt. Ich habe davon geträumt, selbst Geschichten mit diesen Figuren zu zeichnen, seit ich denken kann. Trotz manchem Ärger habe ich nie vergessen, dass es ein unglaubliches Glück ist, diesen Traum meiner Kindheit ausleben zu können. Nicht viele Menschen können so etwas für sich in Anspruch nehmen. Warum sollte ich gleichzeitig auch noch gut bezahlt werden? Vielleicht darf man vom Leben nicht alles erwarten.“[1]

Rezeption[Bearbeiten]

Don Rosa gilt als der beliebteste lebende Disney-Zeichner überhaupt. Auch an Preisen mangelt es ihm nicht: Wie schon erwähnt, gewann er zwei Mal den Eisner Award. Außerdem wurde er mehrmals für den Harvey Award, allein 2007 in fünf Kategorien.

Doch auch Kritik bekommt er genug. Erstens ist da natürlich der für Kontroverse sorgende Zeichenstil. Außerdem stand und steht Don Rosa bei einigen Barks-Fans unter heftigem Beschuss. Das dürfte für ihn umso schmerzlicher sein, weil er ja selber ein riesiger Barks-Fan ist. Er habe nicht das Recht, Geschichten von Carl Barks fortzusetzen oder Dagoberts Lebenslauf „festzulegen“. Ungeachtet dessen ernannte die D.O.N.A.L.D. ihn 2006 für das Schaffen von Sein Leben, seine Milliarden zum Ehrenmitglied.

In einem Interview übte auch Daan Jippes scharfe Kritik: „Just to let you know! And if there are any individuals among the Jippes fans who secretly like Rosa, they're now officially KICKED OUT of the club. Orders from the boss. You (yes YOU there) are still lucky, JippesWorld's security forces would long have you had with your backs against the wall and... Oh well.“[13]

Auf Deutsch: „Nur damit das klar ist! Und wenn es irgendwelche Leute unter den Jippes-Fans gibt, die geheim Rosa lieben, werden sie jetzt offiziell aus dem Club RAUSGESCHMISSEN. Befehle vom Boss. Ihr (ja IHR dort) seid immer noch glücklich, JippesWorld's Sicherheitsdienst hätte euch längst mit euren Rücken gegen die Wand und... na ja.“

Literatur[Bearbeiten]

Der erste Band der Don Rosa Collection (© Egmont Ehapa)

Zahlreiche Bände sind Don Rosa gewidmet.

Siehe auch[Bearbeiten]

Deutsche Fanseiten[Bearbeiten]

  • Don McDuck Die große deutsche Don Rosa Fansite und Duckipedia-Partnerseite
  • DuckMania Die erste deutsche Don Rosa Fanpage
  • D.O.N.R.O.S.A. Dieses Forum hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichten von Don Rosa so zu Analysieren, wie die D.O.N.A.L.D. es mit denen von Carl Barks macht

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Interview von Duck Mania mit Don Rosa aus dem Jahre 1994
  2. Interview mit Don Rosa bei Splashcomics aus dem Jahre 2006
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 Don-McDuck, sein Leben, seine Enten
  4. Byron Erickson: Die Entdeckung Don Rosas. In: Hall of Fame 6, S. 4-8
  5. Don Rosa zu Der schwarze Ritter, HoF 18, Don Rosa 6, S. 26
  6. Thomas Schrøder in „Der schwarze Ritter – Der Welt größter Meisterdieb“, HoF 18, Don Rosa 6, S. 4
  7. 7,0 7,1 Welt über das Karrierenende von Don Rosa
  8. Don Rosa zu einer Fanfrage, siehe Don-McDuck.de
  9. Don Rosa zu Rückkehr ins verbotene Tal in HoF 18, Don Rosa 6, S. 96
  10. Don Rosa zu Reif fürs Fähnlein Fieselschweif, HoF 18, Don Rosa 6, S. 8
  11. Luca Boschi: Zwei Amerikaner in Entenhausen. In Carl Barks – Der Vater der Ducks, S. 272
  12. Anmerkung: Heute wird in den meisten Publikationen von Egmont, wie das Lustige Taschenbuch, der Name des Zeichners angegeben.
  13. Interview mit Daan Jippes
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