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Gustav, der Pechvogel

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Gustav, der Pechvogel
The Sign Of The Triple Distelfink
Erstveröffentlichung: 7. Januar 1998
Entstehungsdatum: 1997
Storycode: D 97437
Story: Don Rosa
Zeichnungen: Don Rosa
Seiten: 14
Deutsche Übersetzung: Peter Daibenzeiher, seit der Hall of Fame Jano Rohleder
Deutsche Erstveröffentlichung: MM 8/1998
Weiterführendes

link= D 97437 Infos zu Gustav, der Pechvogel beim Inducks

Gustav, der Pechvogel (Original The Sign Of The Triple Distelfink) ist eine Comicgeschichte von Don Rosa. Die Geschichte erschien anlässlich Gustav Gans' 50. Geburtstag im Jahre 1998 und erklärt den Ursprung seines phänomenalen Glücks.

Figuren[Bearbeiten]

Handlung[Bearbeiten]

Gustav als kleines Kind, an seinem Geburtstag wird er vor einem mysteriösen Zeichen (drei kopfüber stehende Distelfinke) vom Blitz getroffen… seitdem ist er an diesem Tag nicht gerade vom Glück verfolgt! (© Egmont Ehapa)

Zu seinem Geburtstag wollen Daisy und Donald Gustav abholen, um mit ihm auf Omas Hof zu feiern. Doch wie jedes Jahr ist der aus irgendeinem Grund spurlos verschwunden – sie werden wohl, wie jedes Jahr, ohne ihn seinen Geburtstag feiern müssen. Doch Gustav hat einen guten Grund sich zu verstecken, denn er hat ein peinliches Geheimnis: An seinem Geburtstag ist er der größte Pechvogel der Welt! Grund dafür ist ein Streit zwischen ihm und Donald, der ins zarteste Kindesalter zurückreicht. Auch damals hatte Gustav Geburtstag und lag sich mit Donald auf Omas Hof ganz schön in den Haaren. Donald spielt ihm einen perfiden Streich und zieht ihn an der Rückseiten von Omas Scheune herauf, als plötzlich ein Gewitter losbricht und Gustav vor einem mysteriösen Zeichen auf der Scheune, drei kopfstehenden Distelfinken, vom Blitz getroffen wird! Seitdem hat er an jedem seiner Geburtstage Pech und traut sich nicht, es jemandem zu sagen…

Wenn Gustav mal Pech hat, wird es auch mal richtig spektakulär. Hier nur eine harmlose Kostprobe der Unglücke, die ihm passieren, denn egal was er macht, alles zieht ihn zu Omas Hof im Süden Entenhausens… (© Egmont Ehapa)

Also probiert er auch heute, möglichst weit weg von Entenhausen zu gehen, um ja niemandem über den Weg zu laufen. Doch von Anfang an geht alles schief. Egal was er macht, sogar der Flug nach Alaska bringt ihn zielstrebig in Richtung Omas Hof und somit in Richtung Verwandte. Schließlich passiert, was passieren muss: Durch sagenhaftes Pech landet Gustav genau auf Omas Hof, auf der Torte zwischen all seinen Verwandten. Nun ist es an der Zeit zu gestehen und er erzählt alles. Doch Oma versteht sofort: Als Daphne, Gustavs Mutter, geboren wurde, hatte gerade ein durchreisender Maler die Scheune bemalt. Dabei hat er auf die Vorderseite den sogenannten „Dreifachen Distelfink“ gemalt, der Glück bringen soll. Daphne, die genau vor diesem Distelfink geboren wird, bekommt so auch tatsächlich riesiges Glück (das sie an ihren späteren Sohn weitervererbt). Doch auf die Rückseite hatte der Maler den Dreifachen Distelfink Falschrum gemalt, damit das Pech immer hinter dem Hof zurückbleibt – und genau vor diesem Zeichen des Pechs wurde Gustav an seinem Geburtstag vom Blitz getroffen! Daher also sein Pech an Geburtstagen…

Da zieht wieder ein Gewitter herauf und die ersten Blitze zucken durch den Himmel. Gustav und Donald, die gerade diese Geschichte gehört haben, verstehen sofort: Wenn sie vor dem Glückszeichen vom Blitz getroffen werden, bekommen sie für immer Glück! Das Rennen beginnt – Donalds phänomenales Pech gegen Gustavs eigentlich noch phänomenaleres Geburtstagspech. Donald ist zu allem entschlossen und lässt sich sogar zu Gewalt hinreißen, um endlich mal Glück zu haben – doch am Ende ist sein Pech tatsächlich das größere und durch einen riesigen Zufall wird doch Gustav vor dem Zeichen vom Blitz getroffen! Nun hat er sein Glück wieder für jeden Tag und Donald hat mal wieder den Kürzeren gezogen…

Hintergrund[Bearbeiten]

Der „dreifache Distelfink“, das Zeichen, vor dem Daphne Duck geboren wurde. Daher hat sie ihr unglaubliches Glück, das sie an Gustav weitervererbt. (© Egmont Ehapa)

Die Jahre 1997 und 1998 waren voller Jubiläen, für die Don Rosa gebeten wurde, spezielle Geschichten anzufertigen. Das stellte ihn immer vor ein gewisses Problem: So eine besondere Geschichte muss irgendwie anders sein als die anderen Geschichten mit der Figur, und es war immer schwierig, eine Idee dafür zu finden.[1] Hier ging es nun um Gustav, der 1948 erstmals in Die Wette von Carl Barks auftauchte und somit in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag feierte. In dieser Geschichte erklärt Don Rosa also seine Version des Ursprungs von Gustavs Glück: Laut ihm hat er es von seiner Mutter vererbt bekommen (ihr Glück wurde von ihm bereits in Der Eroberer von Fort Entenhausen gezeigt), die hat es wiederum, da sie genau vor dem Zeichen des Dreifachen Distelfink geboren wurde. Der „Dreifache Distelfink“ ist übrigens kein frei erfundenes Zeichen. Im Mittelalter wurde der Distelfink (ein Vogel, auch als Stieglitz bekannt) als Schutztalisman vor der Pest verwendet.[2] Dieser einfache oder auch doppelte Distelfink entwickelte sich weiter zu einem Symbol für Glück, das sich unter anderem durch deutsche Einwanderer auch in den Vereinigten Staaten verbreitete. Don Rosa machte daraus einen dreifachen Distelfink, da Gustavs Glück ja auch besonders groß ist.[1]

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Die D.U.C.K.-Widmung findet sich auf dem Eimer rechts im Splash-Panel der ersten Seite.
  • Auf seiner Flucht vor seinen Verwandten fährt Gustav kurz Zug, dabei trifft er den „Ale and Quail Club“. Dieser stammt aus dem Film Atemlos nach Florida und kann sich auch noch an eine gewisse Katastrophe aus diesem Film erinnern, die nun allerdings Gustav in ähnlicher Weise widerfährt.
  • Bei den Rückblenden aus Donalds und Gustavs Kindheit müsste eigentlich auch Della Duck zu sehen sein – ist sie allerdings nicht, was einige Fans irritierte. Don Rosa geht davon aus, „dass sie gerade irgendwo im Off ihren Kartoffelsalat isst.“[1]

Deutsche Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 Don Rosa. Kommentar zu Gustav, der Pechvogel. Hall of Fame 18, S. 54 (2010)
  2. Der Stieglitz in der Wikipedia