LTB 374: Rezension

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© Egmont Ehapa
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In diesem Artikel wird das LTB 374 rezensiert. Ist dieser Band einen Kauf wert oder sollte er lieber im Kiosk stehen bleiben? Du weißt es nicht? Dann lies das! Einen neutralen enzyklopädischen Artikel findest du unter LTB 374.

Jeder kann hier seine persönliche Meinung zu den in LTB 374 erschienenen Geschichten verfassen. Eine Unterschrift unter jedem Kommentar ist erwünscht (einzufügen mit ~~~~). Die Geschichten können mit Highlight Highlight, Gut Gut, Mittelmaß Mittelmaß oder Schlecht Schlecht bewertet werden. Bei der Bewertung sollten Zeichnungen, Plot und Übersetzungen mit einbezogen werden. Eine genaue Anleitung zum Verfassen einer Rezension findest du hier. Viel Spaß!


Cover / Erster Eindruck[Bearbeiten]

Mittelmaß „Dieses Cover ist ja totales Mittelmaß.“, dachte ich, „Ich hatte eigentlich mehr erwartet.“ Und zwar zurecht: Wieder ein Cover, das, wie gesagt, mittelmäßig ist und rein gar nichts mit der Titelstory zu tun hat. 25 Seiten sind auch hier wieder Durchschnitt, der Unterdurchschnitt regt mich langsam auf. Was allerdings sensationell ist, ist die Tatsache, dass es gleich zwei Geschichten aus dem Mausiversum gibt, beide stammen aus Italien und eine wurde sogar von Altmeister Giorgio Cavazzano gestaltet. Negativhöhepunkt: Der sinnfreie Rückentext kehrt zurück... Note:3 --Goofy 17:52, 10. Apr 2008 (CEST)

Donald blickt durch[Bearbeiten]

Schlecht „Mann, schon wieder Egmont!“, mein Zitat bei der Titelstory. Die titelgebende Story zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass Donald gerade nicht durchblickt. Daisy hat beim Urlaub in der dritten Welt zu Niedrigstpreisen Kleidung eingekauft und verramscht das Zeug zu Hause schwarz an ihre Freundinnen. Da ihr das Freude bereitet, wiederholt sie es, bis sie Dagoberts Geschäfte damit schädigt, der ihr daraufhin Rechtsanwälte auf den Hals hetzt. Diese schlägt Daisy in die Flucht, was Dagobert dann ohne Einsatz von weiteren Rechtsmitteln auf sich beruhen lässt. Er versucht es lieber auf dem unfairen Wege – und wird dabei erwischt. Konsequenz: Er wird von ganz Entenhausen konsequent geschnitten und verkauft gar nix mehr – bis er Daisy einfach als Werbeträger einstellt. Was sagt uns das? Rückständige ausbeuten und den Rechtsstaat ignorieren ist das gesellschaftlich anerkannte Mittel, um zu Ruhm und Reichtum zu kommen. Andersens passable Zeichnungen und einige nette Gags können nicht über die völlig hanebüchene Story, die das moral- und rechtsbefreite Handeln für den eigenen Vorteil (samt raffinierter Beeinflussung der Öffentlichkeit) auf den goldenen Schild hebt und zur Anleitung fürs eigene Handeln macht. Indiskutabel. Note:5 --Goofy 17:52, 10. Apr 2008 (CEST)

Auf Messers Schneide[Bearbeiten]

Katzen-Gauner (© Disney)

Highlight Fast hätte ich diese Geschichte ausgelassen, da ich dachte: „Schon wieder Kaschperlmicky?“. Die Geschichte doch zu lesen, war eine Entscheidung, die ich nie bereute. Kralle und Kater Karlo haben einen neuen Coup ausgeheckt. Kralle hat scheinbar eine Möglichkeit gefunden, Metall mit einem Messer durchzuschneiden – gemeinsam mit Karlo macht er sich also des Nachts auf Diebestouren auf, um dieses Wissen zu nutzen. So mancher Tresor fällt dem Duo zum Opfer, bevor der unvermeidliche Zusammenbruch aller Träume folgt. Hauptprotagonisten dabei: Goofy, naiv, aber enthusiastisch. Micky, gewitzt und mit rascher Kombinationsgabe gesegnet. Kommissar Hunter, der ruhende Pol. Inspektor Issel, überheblich und einfältig. Und Sami Samsurai, von Goofy angehimmelter Fernsehkoch. Alles in allem alle Zutaten für eine klassische Detektiv-Story neuerer Lesart, also mit starkem Gewicht für die Humoreinschübe und weniger für die eigentliche Story. Daran hat man sich aber inzwischen gewöhnt, so dass mit Cavazzanos prima Zeichnungen eine schöne Geschichte entsteht, die eine gelungene Mischung aus ernsthafter Aufklärungsarbeit und Späßen liefert. Highlight des Bandes! Note:1- --Goofy 17:52, 10. Apr 2008 (CEST)

Die Nacht des rostigen Rächers[Bearbeiten]

Schlecht Kommen wir zum Tiefpunkt dieses Bandes: Die obligatorische Phantomias-Geschichte konfrontiert Donald mit einem Roboter-Phantomias, der alle seine Gegner mit Gewalt straft. Eine wenig unterhaltsame Story und ein fast schon konfuses Ende sorgen für mehr Verwirrung denn Erheiterung. Schwach. Note:5 --Goofy 17:52, 10. Apr 2008 (CEST)

Ein einsamer Posten[Bearbeiten]

Renn, Leuchtturm, Renn! (© Disney)

Schlecht Verglichen mit „Donald blickt durch“ ist diese Story von Hedman/Pasquale inhaltlich wenig besser. Ein Leuchtturmwärter dreht vor Einsamkeit durch und baut aus seinem Leuchtturm einen riesigen Roboter, mit der er seinen Platz verlässt und in bester Monsterfilmmanier beginnt, eine Stadt niederzureißen. Das birgt natürlich zwei zentrale Konflikte: Erstens ist durch den Leuchtturm die Stadt in Gefahr und zweitens mangels Leuchtturm die Schiffe auf See. Aber wie das so ist, fällt die Lösung vom Himmel: Der Leuchtturmwärter wird durch ein bisschen menschliche Nähe beruhigt, die Schiffe per Morsezeichen zum Anhalten gebracht. Einfache Lösungen in Zeiten höchster Gefahr – eine gute Sache! Die schönen Zeichnungen von Pasquale retten von diesem doch ein wenig wunderlichen Plot noch das Meiste und sorgen dafür, dass das Ganze mindestens eine Klasse besser ist als das Machwerk zuvor.Note:4- --Goofy 17:52, 10. Apr 2008 (CEST)

Baptist auf Abwegen[Bearbeiten]

Sturköpfe (© Disney)

Mittelmaß Hier wird von Panaro/Pastrovicchio der ewige Gehaltsstreit zwischen Dagobert Duck und seinem Butler auf die Spitze getrieben. Baptist kündigt, da er keine 10 Taler Gehaltserhöhung im Monat bekommt und Dagobert stellt fest, dass man nicht so einfach einen guten Ersatz bekommt – die Lösung ist am Ende ein Roboter, dem Dagoberts Seelenleben implantiert wird. Das Ganze ist eine ganz harmonische Mischung aus allerlei bekannten Elementen (vor allem Doppelgänger-Roboter, Lohnstreitereien und die ganz besondere Beziehung zwischen Dagobert und seinem Baptist), leidet aber unter Pastrovicchios Zeichnungen, die mir so gar nicht gefallen wollen. Darum gibts Abzug und die Note:3+ --Goofy 17:52, 10. Apr 2008 (CEST)

PIZZA RUCK, ZUCK, DUCK![Bearbeiten]

Mittelmaß Dies hier ist die obligatorische Dussel-Story, in der Dussel gemeinsam mit Donald eine fahrende Pizzeria betreibt, die durch das Pizza-Backen während der Fahrt Zeit sparen soll. Dussel macht dabei so gar nix verkehrt, so dass sich das Ganze rasch in eine Dagobert-Klever-Story wandelt, die sich im Bereich der Pizzabringdienste duellieren. Das Ganze wirkt insgesamt sehr überladen und dadurch verwirrend, der rote Faden wird vermisst. Belanglos. Note:3 --Goofy 17:52, 10. Apr 2008 (CEST)

Winterstress...[Bearbeiten]

Schlecht Diese Story ist alles andere als erquickend: Kater Karlo und sein Kumpel Zocke landen im Schneegestöber bei einem alten Mann, der sie für sich schuften lässt und dann an die Polizei verpfeift. Das war's dann auch schon. Solide, aber nicht erinnerungswürdig. Kurioserweise taucht in der zweiten Mausiversum-Story Micky nicht auf! Auch das ein Grund für dieNote:4- --Goofy 17:52, 10. Apr 2008 (CEST)

Park-Panik vom Feinsten[Bearbeiten]

Das kommt davon, wenn man auf dem Schreibtisch parkt... (© Disney)

Gut Spaßpanik vom Feinsten: Donald sprüht nur so vor Ideen, wie die Parkplatzmisere in Großstädten zu bekämpfen ist. Das Problem: Seine Vorschläge sind praktisch nicht sonderlich leicht umzusetzen. Also setzt man sich an eine Computersimulation. Die originellen Ideen Donalds werden so also allesamt einmal durchgespielt – mit Pro und Contra. Die Story lebt natürlich vor allem von den skurrilen Einfällen und den abwegigen Begründungen dafür, wieso diese nicht umsetzbar sind. Dabei sorgt sie für manchen Lacher, auch Palazzis Zeichnungen sind sehr schön anzusehen. Die Story ist insgesamt ein gutes Beispiel dafür, wie 25 Seiten lange Gagstorys sich präsentieren können, ohne langweilig zu sein, sondern wie sie absolut funktionieren und ihre Rolle im Reich der Disney-Comics spielen können.Note:2 --Goofy 17:52, 10. Apr 2008 (CEST)

Dem Erfinder sei's gedankt[Bearbeiten]

Der Automatische Gassigeher im Einsatz (© Egmont Ehapa)

Schlecht Schwache Story: Daniel Düsentrieb verstrickt sich in den Tücken von automatischen Hundeleinen, die ihre Schützlinge Gassi führen. Dem Ganzen fehlt irgendwie der Pep, auch das Ende ist wunderlich: Daniel führt die Hunde selbst Gassi, obwohl der zentrale Grund für die Ablehnung der Leine darin lag, dass die Menschen mit ihren Hunden selbst raus wollten. Das ergibt nicht so recht einen Sinn.Note:5 --Goofy 17:52, 10. Apr 2008 (CEST)

Das Fisch-Kraftwerk[Bearbeiten]

Gut Ein überzeugender Scarpa-Klassiker: Um einer vermeintlich enormen Nachzahlung ans Elektrizitätswerk zu entgehen, beschließt Dagobert Duck, seinen eigenen Strom zu produzieren. Mit Düsentriebs Hilfe bastelt er sich ein kleines Kraftwerk aus elektrisch geladenen Fischen (Zitterwelse, um genau zu sein). Eine gute Idee, aber leider hat die Natur so ihre Tücken... Und selbstredend gelingt es der Panzerknackerbande, einen Schwachpunkt im System zu finden und das Duck'sche Imperium so zu attackieren. Eine klassische Panzerknackerstory in Entenhausen, in der Dagobert durch eine verrückte Erfindung Geld zu scheffeln versucht und sabotiert wird. Wenn dabei aber die Ideen so gut sind wie vom legendären Romano Scarpa, macht das einfach Spaß. Da er auch noch höchstselbst die Zeichnungen übernommen hat, steht dem Lesespaß nichts mehr im Wege. Die zweitbeste Story des Bandes, gespickt mit Scarpas Humor und seinen lustigen Einschüben am Rande, die seine Geschichten stets zu etwas Besonderem gemacht haben.Note:2 --Goofy 17:52, 10. Apr 2008 (CEST)

Fazit[Bearbeiten]

  • Highlight gleich 6 (!) italienische Storys, darunter zwei Maus-Geschichten
  • Gut alte Klassiker tauchen wieder auf (Das Fisch-Kraftwerk)
  • Mittelmaß nur 25 Seiten durchschnittlich, sinnfreier Rückentext
  • Schlecht mäßige Gagstorys
  • Schlecht oft ungute Zeichnungen

Gesamtnote:3 --Goofy 17:52, 10. Apr 2008 (CEST)