LTB 546: Rezension

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© Egmont Ehapa
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In diesem Artikel wird das LTB 546 rezensiert. Ob dieser Band tolles Top, ein schrecklicher Flop oder einfach nur Mittelmaß ist, erfährst du hier. Dranbleiben ;-) Einen neutralen enzyklopädischen Artikel findest du unter LTB 546.

Jeder kann hier seine persönliche Meinung zu den in LTB 546 erschienenen Geschichten verfassen. Eine Unterschrift unter jedem Kommentar ist erwünscht (einzufügen mit ~~~~). Die Geschichten können mit Highlight Highlight, Gut Gut, Mittelmaß Mittelmaß oder Schlecht Schlecht bewertet werden. Bei der Bewertung sollten Zeichnungen, Plot und Übersetzungen mit einbezogen werden. Eine genaue Anleitung zum Verfassen einer Rezension findest du hier. Viel Spaß!


Cover[Bearbeiten]

Das LTB kommt in vier Covervarianten, entsprechend dem Dress der drei an der Fußball-EM der Herren teilnehmenden deutschsprachigen Ländern plus eine neutrale Shopvariante, die anscheinend die Farben Entenhausens darstellen soll (die sich im Übrigen andauernd ändern und nicht ganz zum Dress in der Titelgeschichte passen wollen). Gefällt mir diese patriotisch-kommerzielle Vielfalt? Eher nicht. --McDuck (Diskussion) 23:48, 22. Mai 2021 (CEST)

Anpfiff in Europa: Team auf Tour – Die zweite Chance[Bearbeiten]

D 2020-94

© Egmont Ehapa

Mittelmaß Donald ist der Star des Entenhausener Fußballteams, finanziert von Dagobert Duck, dem sein Erbonkel und der Trainer Max Marter plötzlich einen Konkurr-Enten vor den Schnabel setzen. Donald, weder mundfaul noch fußscheu, ergreift die Herausforderung, da platzt dem immer lächelnden Trainer der Kragen. Er zwingt Donald und Hubbe Wechselklotz einen Ball unter herausfordernden Bedingungen zu spielen, um ihren Teamgeist zu stärken. Andernfalls verlieren beide ihren Platz im Team und das Flugzeug startet ohne sie. Ob das gut gehen kann?

Diese Geschichte ist eigentlich die Fortsetzung derjenigen, die letztes Jahr erschien, aber da die EM bekanntlich verschoben wurde, musste nun eine neue Geschichte her und wie schon in LTB 533 fungieren Zemelo und Ferraris als Autor, respektive Zeichner. Im Vergleich mit der Geschichte in Nummer 533 muss ich sagen, dass mir die besser gefallen hat (siehe auch die entsprechende Rezension). Zu unglaubwürdig ist der Wechsel von Max Marter vom netten Trainer zum gefürchteten Quäler und wieder zurück, zu schlecht finde ich ihn von Ferraris in Szene gesetzt (der ansonsten ganz passable Arbeit abliefert) und die Moral der Geschichte ist noch durchschaubarer als die des Vorgängers und macht die Geschichte wenig interessant. Und Episode 3 der Quälerei sollte eigentlich ion Skandinavien spielen (laut dem Plan auf Seite 14) und nicht an einem Sandstrand mit Palmen! Nicht überzeugendes Fußball(un)vergnügen und reines Mittelmaß. --McDuck (Diskussion) 23:48, 22. Mai 2021 (CEST)

Die Ballade eines Reisenden[Bearbeiten]

I TL 3270-2

© Egmont Ehapa

Gut Es geht zurück in die 1920er, nach Amerika, wo der Blues das Land in Schwung hält. Mickel und Goofson kehren nach Hause zurück, ein Lied auf den Lippen, nach langen Jahren harter Arbeit. Doch Mickel muss feststellen, dass er zwar genug Geld verdient hat, um seine Schulden zu zahlen, aber nicht genug für die angefallenen Zinsen. Sein Haus droht damit von O'Karlo übernommen zu werden, der bereits einiges in der Nachbarschaft eingesackt hat. Der Versuch von Mickel und Goofson, das restliche Geld aufzutreiben, scheitert. Als letzte Chance bietet sich ein Musikfestival an, wo aber auch O'Karlo teilnimmt. Und welche Rolle spielt Odo, der geheimnisvolle Herr der Kreuzung?

Erstmal muss ich sagen, dass mir die Geschichte ganz gut gefällt und ein stimmiges Bild der ruralen USA im frühen 20. Jahrhundert bietet. Die mysteriöse Figur des Odo gibt dem Ganzen eine zusätzliche Ebene, die an berühmtere Beispiele aus der Literatur gemahnt. Und als großer Musikfan gefällt mir natürlich die Rolle, die dem Blues zukommt, auch wenn ich es nicht ganz verstehen kann, dass auch Minnie das Lied kennt. O'Karlo ist natürlich ganz der Schurke, den wir kennen und lieben. Abzüge gibt's wegen der Zeichnungen an den in Personalunion tätigen Giuseppe Zironi. Die Figuren, vor allem Goofy, schauen manchmal etwas scherenschnittmäßig aus, als habe man die dritte Dimension rausgestürzt. Nur Karlo und Bessie, die Kuh, sehen wirklich gut aus. Und die Froschperspektive (z.B. Seite 38) tut Micky und Goofy nicht gut, die hätte sich Zironi schenken können. Gut+ --McDuck (Diskussion) 23:48, 22. Mai 2021 (CEST)

Der gläserne Irrgarten[Bearbeiten]

I TL 3383-6

Mittelmaß Die Ducks sind mit Hubschrauber unterwegs, als sie plötzlich an ein unsichtbares Hindernis stoßen, das sich vor ihnen erhebt – das Schloss von König Optikos VIII. Und in diesem Schloss soll sich ein Schatz befinden, den Dagobert haben will. Doch eine Schatzsuche in einem Gemäuer, das man nicht sehen kann, ist außerordentlich schwer. Und als sie dann endlich den Schatz gefunden haben, tauchen eulenartige Bösewichte auf, die den Schatz haben wollen – und die das Schloss offenbar sehr gut sehen können. Wie sollen die Ducks da nur entkommen?

Man darf Roberto Moscato zugutehalten, dass er eine noch unverbrauchte Idee verwendet hat. Eine Schatzsuche in einer Gegend, wo man nichts sehen kann, gab es bislang in der Geschichte Die durchsichtigen Berge (LTB 38) eines außerordentlich genialen Ciminos und des frühen Cavazzanos. Dass Moscato an diese zwei Größen schwer herankommen kann, ist klar und das muss man auch nicht erwarten, aber der Geschichte fehlt es darüberhinaus an Sinn und logischer Konsistenz. Und anders als Ciminos Klassiker gibt Moscato keine Erklärung dafür, wie Optikos sein Schloss unsichtbar gemacht hat und warum es so groß ist, dass die Ducks mit ihrem Hubschrauber dagegen fliegen. Außerdem sammelt Dagobert eine angebliche Waffe auf, die gar nicht zum Einsatz kommt. Vians Zeichnungen sind gut (bis auf Details wie die Zungen), helfen aber auch nicht, um die Geschichte zu verbessern. Unterdurchschnittliche Schatzsuche, Mittelmaß --McDuck (Diskussion) 23:48, 22. Mai 2021 (CEST)

Der Wachstums-Generator[Bearbeiten]

I TL 3383-5

Mittelmaß Donald bringt Franz mit Hefe zu Daniel Düsentrieb, weil dieser ein Experiment mit einem Wachstumsgenerator machen will. Donald betätigt aber versehentlich den Generator und Franz wächst und wächst und mit ihm wächst sein Appetit.

Es ist selten, dass dänische Geschichten besser als italienische sind, in diesem Fall deklassiert Andersens Der faule Pflanzen-Franz (LTB 341) aber die vorliegende Geschichte um Längen. In beiden Fällen gerät Franz in den Einfluss Düsentriebscher Erfindungen, in beiden Fällen endet es im Fiasko. Da enden aber auch die Gemeinsamkeiten. Diese Geschichte entbehrt mal wieder der Logik (wie kann der betont mittellose Donald zahlreiche Torten, Tankwagen und Lastwagen mieten?). Das Ende kommt überhastet, während ansonsten Seiten mit unnötigen Details und Gags über Franz' hervorstechende Eigenschaften gefüllt werden, die dem Leser vertraut sind und insofern der Kohärenz wegen verzichtbar wären. Bertoluccis Zeichnungen geben keinerlei Anlass zur Freude, Dagobert auf Seite 99 schaut furchtbar aus und der Bürgermeister macht seiner Existenz als verfettetes Schwein alle Ehre. Mussten es diese Hamsterbacken und das Doppelkinn sein? Mittelmaß- --McDuck (Diskussion) 23:48, 22. Mai 2021 (CEST)

Phantomias in modernen Zeiten: Phantomiasland[Bearbeiten]

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I TL 3353-1P

Schwerer Fehler, Donald! (© Egmont Ehapa)

Highlight Phantomiasland heißt der neue Vergnügungspark, den Marc Enclauh aus dem Boden stampft, sehr zum Ärger von Dagobert, Klaas Klever und natürlich Phantomias, mit dessen gutem Namen mal wieder ordentlich Geld gescheffelt werden will. Das schreit nach einem Eingreifen des maskierten Rächers, doch Donald mampft Minzbonbons in Düsentriebs Werkstatt. Das wäre noch kein Problem, wenn es sich um Minzbonbons gehandelt hätte, aber Donald hat sich vergriffen und Vergall-Pillen erwischt. Die löschen sämtliche Erinnerungen an sein Leben als Phantomias, der Rächer scheint damit Geschichte zu sein. Zum Glück gibt es Herrn Düsentrieb, der aufgrund eines fast unwahrscheinlichen Zufalls genau weiß, wer sich hinter der Maske verbirgt. Aber es gibt immer noch Enclauh, der aufgehalten werden muss.

Zunächst muss der Verlag gerüffelt werden. Denn die Redakteure haben völlig übersehen, dass zu der Geschichte ein sechsseitiger Prolog gehört, der die Figur Marc Enclauh (im Original „Red Duckan“) wesentlich besser eingeführt hätte. Und in der vorhergehenden Episode in Marco Gervasios inoffizieller Serie Phantomias in modernen Zeiten, Ein Phantomias für alle Fälle (LTB 536), fehlte der Epilog, der gezeigt hätte, wie Daniel Düsentrieb die Vergall-Pille nicht nimmt. Zwei äußerst wichtige Teile in Gervasios Konstrukt wegzulassen muss man auch einmal schaffen!

Gervasio macht es sich ein wenig zu leicht mit dieser Geschichte. Die Erklärung, dass Düsentrieb immer wusste, dass Phantomias Donald ist, ist eine „deus ex machina“-Erklärung, die erheblich an Spannung aus der eigentlich auswegslos erscheinenden Situation nimmt. Außerdem stellt sie den bestehenden Martina-Kanon in ein völlig neues Licht. Der Klassiker Phantomias ist wieder da (LTB 41) sowie weitere Geschichten würden völlig anders funktionieren und ich kann nicht sagen, dass mich das freut. Nebenbei wäre es interessanter gewesen, wie Donald und Daniel Düsentrieb erst mit der Zeit draufkommen, dass Donald Phantomias ist, aber dann hätte Gervasio mal wieder mehr Seiten gebraucht. Die Geschichte Die gestohlene Erinnerung (LTB 386) von Lucio Leoni und Emanuela Negrin hat Donalds Gedächtnisverlust auf weniger Seiten überzeugender aufgelöst.

Ah, ja (© Egmont Ehapa)

Und das Ende überzeugt auch nicht ganz. Nach der Einlage mit dem Riesenrad, deren Sinn für die Handlung ich nicht ganz verstehe und die Daisy in äußerst schlechter Perspektive zeigt, folgt die Auflösung und eine Katastrophe, die die Wissenschaftler zufälligerweise nicht vorhersehen konnten (unwahrscheinlich!). Das Ende lässt eine Fortsetzung offen, die in Italien bereits erschienen ist (Mi chiamo Paperinik) und auf mehr vom charismatischen neuen Gegenspieler Marc Enclauh hoffen lässt.

Cavazzanos Zeichnungen sehen wie immer sehr gut aus. Highlight- --McDuck (Diskussion) 23:48, 22. Mai 2021 (CEST)

Stark.png Der erste Disney Comic seit Wochen den ich einfach weglesen konnte! Die Zeichnungen sind ebenfalls sehr ansprechend. Trotz des etwas unstimmigen Endes ein Top+ Micky11 (Diskussion) 10:15, 30.Mai 2021

Spielpause wider Willen[Bearbeiten]

I TL 3312-01

Einseiter. Ganz nett, aber nichts besonderes. Statt dieser Unterbrechung und der folgenden hätte man besser den Prolog zu Phantomiasland abgedruckt. --McDuck (Diskussion) 23:48, 22. Mai 2021 (CEST)

Die Phasen des Fortschritts[Bearbeiten]

I TL 3245-4

Schlecht Dussel und Donald demonstrieren ein neues Gerät und versuchen, die Leute von ihren Smartphones zu lösen. Mäßig lustig, abgehacktes Ende, insgesamt verzichtbar und unbefriedigend. Schlecht+ --McDuck (Diskussion) 23:48, 22. Mai 2021 (CEST)

Der Quanten-Staubsauger[Bearbeiten]

I TL 3227-1

Professor Wunderlich hat recht (© Egmont Ehapa)

Gut Ein Spiel, mit dem man virtuelle Geister jagt, hat in Entenhausen um sich gegriffen. Goofy ist voll dabei, Micky eher skeptisch. Und zu recht, denn der Inhaber der Spielefirma hat als Steigerung des Spielevergnügens ein Gerät entwickelt, mit dem sich kleine schwarze Löcher produzieren lassen. Fragt sich, wo da das Vergnügen ist. Professor Wunderlich jedenfalls sieht keines. Wohl aber das Schwarze Phantom, das flugs das Gerät mopst und droht, in einem schwarzen Loch verschwinden zu lassen. Seine Bedingung? Micky soll endgültig aus dem weg geräumt werden...

Zeichnerisch macht die Gerschichte deutlich mehr Freude als die erste Maus-Geschichte des Bandes. Die Geschichte weiß ebenfalls im Großen und Ganzen zu überzeugen, was man bei Fausto Vitaliano aber auch erwarten darf, der überwiegend gute Geschichten schreibt (ein schlechter Ausreißer wäre die Mufflon-Loge). Eine klassische Geschichte mit dem Schwarzen Phantom gibt es diesmal, zusätzlich taucht Professor Wunderlich auf, worüber ich mich sehr freue, da ich beide Figuren mag. Nebenbei erfährt der geneigte Leser einiges über Astronomie – sehr schön! Nicht ganz schlüssig ist, dass sich die elektronischen Geister von einem gewissen Platz fernhalten, den ich hier nicht spoilern will, dass die Überredung des Spieleherstellers nicht gezeigt wird und dass das Phantom innerhalb kürzester Zeit ein gerade erst gestohlenes Gerät verbessern kann. Gut+ --McDuck (Diskussion) 23:48, 22. Mai 2021 (CEST)

Ordnung ist das halbe Leben[Bearbeiten]

I TL 3265-3

Donalds Dachboden ist eine Welt für sich und Daisy hat es nicht leicht, wenn sie nach dem suchen will, das ihr möglichst angenehme sommerliche Entspannung bringen soll. Mäßig orighinelles Mittelmaß- und eine auf 10 Seiten plattgewalzte Idee. --McDuck (Diskussion) 23:48, 22. Mai 2021 (CEST)

App in die Zukunft[Bearbeiten]

I TL 3367-6

Mittelmaß In seiner Wut zerstört Klaas Klever sein Handy und trägt Anwantzer auf, ein neues zu besorgen. Der holt sich eines von Daniel Düsentrieb und das kann prompt in die Zukunft sehen und verhilft Klever zu erstaunlichen Gewinnen, sehr zur Frustration Dagoberts. Doch kann das gut gehen?

Nein, ich mag Mazzons Zeichenstil nicht und er verleidet mir auch diese Geschichte, die gar nicht mal so schlecht wäre. Obwohl ich die Bewertung Klevers als normalerweise unfähigen blindgängers ziemlich ungerecht finde, er ist schließlich nicht ohne Grund zur drittreichsten Ente der Welt aufgestiegen und irgendwelche Geschäfte muss er ja wohl auch in Normalbedingungen erfolgreich abschließen. Die Idee, mittels Informationen aus der Zukunft Erfolge zu landen, ist allerdings auch nicht neu im Disney-Kosmos. Ich erinnere mich an eine Geschichte des überragenden Lucio Leoni (Sensationen von morgen, LTB Spezial 13), die um einiges besser ist, als die hier. Mittelmaß+ --McDuck (Diskussion) 23:48, 22. Mai 2021 (CEST)

Fazit[Bearbeiten]

Das Fazit sieht durchwachsen aus. Ein Highlight ist für mich nur Phantomiasland, an dem sich aber die Geister wieder scheiden werden, denn diejenigen, die generell wenig von Gervasio halten (zu denen ich nicht zähle), werden die geschichte auch nicht überragend finden. Dann folgen die beiden Maus-Geschichten, die beide Leseempfehlungen erhalten, wobei mir die zweite besser gefallen hat. Der Rest ist durchschnittlich-unterdurchschnittliches Mittelmaß.

Das nächste LTB verspricht schon wieder einen Teil der Serie Phantomias in modernen Zeiten, der hoffentlich das Sommerloch und den wenig einfallsreichen Titel zu überspielen weiß. Ferner wartet eine Micky-Kriminalgeschichte von Alessio Coppola und Davide Cesarello, deren Fortsetzung gleich im selben LTB abgedruckt wird. Man darf gespannt sein. --McDuck (Diskussion) 23:48, 22. Mai 2021 (CEST)

Bis auf die erste Micky-Story und Phantomiasland enthält der Band keine wirklich lesenswerte Geschichte. Da es aber wenigstens mit Phantomiasland ein Highlight gibt ist der Band besser als der Vorgänger. Micky11 (Diskussion) 10:00, 30.Mai 2021

Weblinks[Bearbeiten]