Aktuelle Disney-News, spannende Einblicke und viele Informationen!
Die Duckipedia auf 20px-Facebook-Logo 200px.pngacebook, Twitter und Instagram!

Marsupilami

Aus Duckipedia
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Das Marsupilami als Titelstar der gleichnamigen Serie. (© Disney)
Das Marsupilami mit seiner Freundin auf dem Cover einer Videokassette (© Disney)


Das Marsupilami ist eine von André Franquin (1924–1997) entworfene Comic- und Filmfigur. Es entstammt ursprünglich der Comic-Serie Spirou und Fantasio und bekam später seine eigene Reihe. Es war im Jahr 1952 das erste Mal zu sehen.

Allgemeines[Bearbeiten]

Das Marsupilami ist ein gelbes Tier mit schwarzen Punkten und schwarzer Schnauze, welches seinen langen Schwanz zusammenrollen und damit hüpfen kann sowie ihn zu einem Knäuel zusammenballen und damit Gegner in die Flucht schlagen kann. Seine Heimat ist der neupalumbische Dschungel in Palumbien, Südamerika. Es hat eine Freundin und in den Filmen oftmals auch kleine Kinder, die auch gelb aussehen, nur eines ist schwarz.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Marsupilami wurde von André Franquin erdacht und erstmals gezeichnet. Es hatte am 31. Januar 1952 seinen ersten Auftritt im belgisch-französischen Magazin Spirou und war in der Folge Bestandteil der meisten von Franquin gezeichneten Spirou-und-Fantasio-Abenteuer. Als Franquin seine Tätigkeit als Zeichner von Spirou und Fantasio beendete, behielt er die Rechte am Marsupilami.

In Deutschland erschienen in den 1960er und 1970er Jahren Marsupilami-Comics im Kauka-Verlag, unter anderem in Fix und Foxi, wo es den Namen Kokomiko hatte. Seit 1987 erscheint die eigene Comic-Serie Die Abenteuer des Marsupilamis, die von Batem nach Szenarien diverser Autoren (unter anderem Greg und Yann) gezeichnet wird.

Seit den 1980er Jahren erscheinen die Spirou und Fantasio-Episoden mit dem Marsupilami als Alben beim Carlsen Verlag. Beim Carlsen Verlag wurde auch 1988 auch die Solo-Reihe Die Abenteuer des Marsupilamis gestartet, die schließlich ab 2001 unter dem verkürzten Titel Marsupilami von Ehapa übernommen wurde. 1993 wurde außerdem von Disney eine gleichnamige Zeichentrick-Serie produziert. 1999 folgte eine weitere Serie unter dem Namen Marsipulami in Frankreich unter dem Namen Marsupilami: Die neuen Abenteuer, noch eine weitere folgte 2010. Unter der Regie von Alain Chabat entstand die Realverfilmung Sur la piste du Marsupilami, die am 4. April 2012 in den französischen und belgischen Kinos startete. Dieser Film wurde in Deutschland am 8. März 2013 mit dem Titel Auf den Spuren des Marsupilami auf DVD und Blu-Ray publiziert.

Im Jahr 2014 erhielt der französiche Verlag Dupuis, welcher unter anderem Spirou und Fantasio verlegt, die Rechte am Marsupilami. Aus diesem Grund hat das Marsupilami seit der 2015 erschienenen Geschichte Der Zorn des Marsupilamis wieder Auftritte in Spirou und Fantasio. Außerdem führte dies dazu, dass die Marsupilami-Alben seit 2015 wieder beim Carlsen Verlag veröffentlicht werden, der von Ehapa den verkürzten Titel Marsupilami übernommen hat. Carlsen hält sich nun aber nicht mehr an die Nummerierung der Originale und der bisherigen deutschen Ausgaben, sondern veröffentlicht die Alben in wahlloser Reihenfolge beginnend mit der Nummer 0 und einer fortlaufenden Nummerierung. Dies führt dazu, dass jetzt für verschiedene Albentitel die gleichen Albennummern vergeben worden sind.

Zu den Marsipulamis[Bearbeiten]

Das Marsupilami ist äußerst selten, zudem auch sehr scheu, aber auch wehrhaft. Es ist daher schwierig zu beobachten und noch schwerer zu fangen. Sein „Wohnort“ erstreckt sich über die Dschungel von Palumbien (Südamerika). Ein ausgewachsenes Marsupilami ist etwa einen Meter groß und trägt sein Fell entweder einfarbig gelb oder schwarz sowie gelb mit schwarzen Punkten. Sein Schwanz ist bis zu acht Meter lang und dient in geknäuelter Form als Verteidigungs- und Angriffswaffe. Zusätzlich kann es ihn zu einer kegelförmigen Sprungfeder aufrollen. Das Marsupilami verfügt über eine ungeheure Kraft, die für ein Tier dieser Größe „superheldenhaft“ wirkt. Es legt helle, birnenförmige Eier, hat aber dennoch einen Bauchnabel, dessen Funktion aus biologischer Sicht ungeklärt ist. Es kann mehrere hundert Meter tief und zeitlich nahezu unbegrenzt tauchen. Trotz der Überlegungen von Spirou ist es kein Amphibium, da es sich um einen Warmblüter handelt.

Die Lieblingsnahrung eines Marsupilamis sind Früchte, Ameisen und Flöhe, außerdem Fisch (besonders Piranhas). Es kann nicht nur einfache Unterhaltungen führen („Houbi? Houba, houba hopp!“), sondern auch (ähnlich dem Papagei) einzelne Wörter und ganze Sätze nachsprechen.

Der Name Marsupilami ist ein Kofferwort aus Marsupialia, der zoologischen Gruppe der Beuteltiere, Pilou-Pilou (frz. Name der Comicfigur Jeep von Elzie Segar, die eine der Inspirationen für das Marsupilami war) und ami (frz.: Freund).

Obwohl das Marsupilami aufgrund seiner Kraft und Gewandtheit jedem anderen Tier (einschließlich des Menschen) überlegen ist, hat es in seiner eigenen Comic-Serie zwei Erzfeinde: Zum einen den Großwildjäger Bring M. Backalive (engl.: Bring them back alive = Bring sie lebend nach Hause), der das Marsupilami aus reiner Profitgier an einen Tierpark verkaufen will. Backalive tritt zum ersten Mal in der Geschichte Der Käfig in Erscheinung. Der zweite große Widersacher des Marsupilamis ist ein Jaguar, der immer wieder versucht, die drei Jungtiere zu fressen. Der Jaguar hat seinen ersten Auftritt in der Spirou-Geschichte Das Nest im Urwald, an deren Ende er seinen Schwanz einbüßt. In späteren Abenteuern ist dieser Verlust allerdings ungeschehen gemacht. Außer diesen Hauptwidersachern macht auch der Indiostamm der Chahutas (ähnlich der Römer bei Asterix) der Marsupilamifamilie das Leben schwer.

Quelle[Bearbeiten]