Victor Civita

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Vicor Civita (* 9. Februar 1907, † 24. August 1990) war ein italienisch-brasilianischer Comicverleger, welcher nach Brasilien übersiedelte, wo er den Verlag Editora Abril gründete, der unter anderem die Comicmagazine O Pato Donald und Zé Carioca verlegte.

Er ist der Bruder des argentinischen Comicverlegers César Civita.

Leben[Bearbeiten]

Civita wurde als Sohn eines italienisch-jüdischen Geschäftsmanns und einer italienischen Opernsängerin in New York City geboren. Die Familie kehrte nach Italien zurück, wo er und seine Brüder waren Daniele und César auwuchsen und zur Schule gingen.

Nach Schule un Hochschulausbildung folgte Victor seinem älteren Bruder in den Verlagsbetrieb. Im Jahre 1938 verließ die Großfamilie der Eltern, die erwachsenen Söhne und ihre Familien, Italien aufgrund der Verabschiedung der Rassengesetze gegen Juden unter der faschistischen Regierung von Benito Mussolini. Victor, César und Daniele galten wegen ihres Vaters als jüdisch. Victor Civita hatte Sylvana geheiratet, eine gebürtige Römerin, mit der er zwei Kinder hatte, Roberto und Richard.

Die Großfamilie lebte ein paar Jahre in New York. Seine Eltern und César mit seiner Familie zogen nach Argentinien.

Karriere[Bearbeiten]

Ein paar Jahre nach einer Werbetour durch Südamerika Walt Disneys, abzielend auf seine Filmproduktion und eine Aufpolierung der US-amerikanisch-südeamerikanischen Beziehungen (die USA stand vor dem zweiten Weltkrieg kurz vor Kriegseintritt gegen Deutschland und Japan) (siehe José Carioca#Entstehungsgeschichte von Zé) kam Victor Civita erstmals nach Brasilien. Er war damals 42 Jahre alt und konnte kein einziges Wort Portugiesisch.[1] Sein Bruder César, der seit 10 Jahren in Argentinien lebte, hatte für Argentinien die Disney-Lizen erworben. Victor Civita fand, dass Brasilien so groß sei, dass man dort ebenfalls gut Disney-Zeitschriften verkaufen könne. So gründete Victor Civita in Sao Paulo den Verlag Primavera (Frühling), den er bald in Editora Abril (April-Verlag) umbenannte. Am 12. Juli 1950 erschien mit O Pato Donald (Die Ente Donald) (Das „O“ wurde später weggelassen) das erste Comicheft mit José Carioca. In diesem Heft erscheinen nur Nachdrucke aus zuvor in Argentinien bei Victor Civitas Bruder César publizierten Disney-Comics. Aufgrund des Erfolges – brasilianische Kinder waren begeistert[1] – wurde der Erscheinungsturnus von monatlich auf häufigere Erscheinugnszyklen umgestellt. Später erschien auch das von Jorge Kato geprägte Comicheft Zé Carioca.

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 Die tollsten Geschichten von Donald Duck Sonderheft 380, Entenhausener Geschichte(n) 274, Berlin: Egmont Ehapa Media, S. 34.