Der Himmelsschreiber

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Der Himmelsschreiber
Smoke Writer in the Sky
Erstveröffentlichung: November 1956
Entstehungsdatum: 29. September 1955
Storycode: W WDC 194-01
Story: Carl Barks
Zeichnungen: Carl Barks
Seiten: 10
Deutsche Übersetzung: Dr. Erika Fuchs
Deutsche Erstveröffentlichung: Micky Maus Magazin 31/1963
Weiterführendes

link= W WDC 194-01 Infos zu Der Himmelsschreiber beim Inducks

Der Himmelsschreiber (engl. Smoke Writer in the Sky) ist eine von Carl Barks im Jahr 1962 gezeichnete und getextete Comicgeschichte. Donald verdient neuerdings sein Geld, indem er Reklame an den Himmel schreibt und malt. Dabei kommt es zu einer Reihe von Unglücksfällen.

Figuren[Bearbeiten]

Handlung[Bearbeiten]

Das Splashpanel…
aus der Entenhausen Edition 31 (© Egmont Ehapa)

Donalds neuester Beruf ist Himmelsschreiber – mit einem kleinen Flugzeug und Rauchdüsen schreibt er Reklamenachrichten an den Himmel. Dabei stellt er sich keineswegs ungeschickt an, seine drei Neffen sind sogar der Meinung, er sei der beste Mann überhaupt in diesem Gewerbe. Doch in Zeiten von Umweltschutz und Rauchbekämpfung steht das Geschäft mit der Himmelsschriftreklame leider auf wackeligen Füßen. Tick, Trick und Track machen sich bereits Sorgen über die Zukunft, doch Donald sieht die Sache gelassener. Er will sein Angebot sogar erweitern und in Zukunft nicht nur Schriftzüge, sondern auch Himmelszeichnungen anbieten.

Im Park hält derweil Dagobert Duck eine Wahlkampfrede. Er kandidiert für die Stadtratswahlen und möchte um Stimmen werben. Sein einziges Wahlkampfthema ist aber die geplante Steuererhöhung – er ist natürlich strikt dagegen. Das Thema langweilt seine Zuhörer aber und sie verlassen den Park. Donald bekommt dies mit und sieht seine Chance, ein paar leicht verdiente Taler einzustreichen.

„Du bist nur als Stadtratskandidat nicht bekannt genug. Du musst für dich werben.“
„Werbung ist sündhaft teuer.“
Donald Duck & Dagobert Duck
Donald ist in Höchstform…
Panel aus der Entenhausen Edition 31
(© Egmont Ehapa)
…und übertrifft sich selbst…
Panel aus der Entenhausen Edition 31
(© Egmont Ehapa)

Dagobert willigt ein und heuert Donald an. Er soll während seiner nächsten Wahlkampfrede ein übergroßes Abbild von Dagobert an den Himmel malen. Donald macht sich mit seinem Flugzeug auf, um am Stadtrand vorher ein wenig zu üben. Beim ersten Versuch kommen ihm Wolken in die Quere, beim zweiten Mal vergisst er, rechtzeitig die Rauchdüse abzuschalten. Beide Male produziert er versehentlich Karikaturen. Donald bricht das Training wieder ab und ist voll Zuversicht, dass bei der Rede am Nachmittag alles funktionieren wird.

Als es soweit ist, schwingt Dagobert stolze Reden und verweist sein Publikum auch auf den Schriftzug „DEINE STIMME FÜR DAGOBERT DUCK“ am Himmel. Donald hat dabei erstklassige Arbeit geleistet, dann beginnt er ein Bild von seinem Onkel an den Himmel zu malen. Seine Zuschauer nehmen das aber eher mit Missmut zur Kenntnis. Als Dagobert gefragt wird, wie er denn zur Rauchbekämpfungsaktion stehe, hat dieser keine Ahnung, worum es sich dabei überhaupt handelt. Donald zum Aufhören zu bewegen ist leider nicht möglich, da der Funk defekt ist. Doch das Chaos hat gerade erst seinen Anfang genommen. Erst zerstört eine Schar Wildgänse das Bildnis Dagoberts, so dass es anschließend einem Elchkopf gleicht. Donald fliegt durch die Wolke, um den Kopf wieder zu zerstören, dabei produziert er aber einen Haifisch. Bei seinem zweiten Versuch verschlimmert er die Lage noch weiter. Währenddessen ist ein Sturm aufgezogen. Dagobert spricht zu seinem Publikum und versucht die Menge zu beruhigen. Der Wind spielt ihm dabei einen Streich und malt weitere Szenen an den Himmel, die dem Stadtratskandidaten sehr ungelegen kommen.

Schließlich reißt Dagobert der Geduldsfaden und er feuert wütend einige Feuerwerksraketen auf Donalds Flugzeug ab. Dabei trifft er unglücklicherweise den Raucherzeuger. Der Flieger qualmt wie verrückt und Donald kann den Rauch nicht mehr abschalten. Als er es geschafft hat zu landen, hat er in dem dichten Qualm einige Mühe das Werkzeug zu suchen, mit dem er den Schaden reparieren möchte. Doch als er es gefunden hat, ist die Luft bereits so vernebelt, dass er seine Maschine nicht mehr wiederfinden kann.

Entenhausen ist komplett eingeräuchert. Erst nach vielen Stunden verzieht sich der Rauch langsam. Tick, Trick und Track können langsam wieder ihre Hand vor Augen erkennen und fragen sich, wo ihr Onkel und ihr Großonkel wohl stecken mögen. Ein Briefträger mit zwei Postkarten tritt an die drei heran.

„Euer Onkel Dagobert hat sich nach Oslo eingeschifft und euer Onkel Donald ist zu Fuß an die Riviera.“
Ein Postbote
…immer wieder und wieder!
Panel aus der Entenhausen Edition 31 (© Egmont Ehapa)

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Himmelsschreiber gehört zu den Geschichten, in denen sich Carl Barks mit dem Thema Umweltschutz auseinandersetzt. Wieder einmal geht Donald einer neuen Tätigkeit nach. Und wieder einmal muss Donald am Ende der Geschichte fliehen. Auch seinem Onkel Dagobert ist das Pflaster in Entenhausen zu heiß geworden, doch dessen Exil liegt am andere Ende der Welt. Nicht alles läuft nach Donalds Plan, und je mehr Mühe er sich gibt, den Schaden wieder auszubügeln, umso schlimmer wird alles. Für das finale Fiasko sorgt dann aber schließlich sein Onkel Dagobert, der mit der Geduld am Ende und einem Nervenzusammenbruch nahe, zu den verfügbaren Geschossen greift.

Laut dem Originaltext von Carl Barks ist Dagoberts Reiseziel Alaska, während Donald nach Capri unterwegs ist.

Im Originaltext verwendet Barks das Wort „smog“, welches Dagobert nicht kennt. Das Wort „smog“ entstand Ende des 19. Jahrhunderts in England, setzte sich aber erst langsam durch, sodass es nicht verwunderlich ist, dass für Barks noch in den 1950ern das Wort relativ neu war. Barks selbst hatte allerdings Erfahrungen mit Smog, denn die Luftqualität in Los Angeles war sehr schlecht.[1][2]

Versionen[Bearbeiten]

Während in einigen Ausgaben, die redaktionell abgeändert wurden, (bspw. in Goofy 09/1983 in der Reihe „Nostalgoofy“) noch „Umweltschutz“ das Schlagwort in dieser Geschichte war, ist in den beiden originalen Fuchs-Versionen von einer „Rauchbekämpfungsaktion“ die Rede. In heutigen Zeiten ist es einfach zu unrealistisch, dass Dagobert Duck noch nie etwas von Umweltschutz gehört haben soll. Deutlich plausibler wirkt es auf die Leser, wenn er wegen der steigenden Zeitungspreisen über ein aktuelles Ereignis wie eine Rauchbekämpfungsaktion nicht ausreichend informiert ist.

Gags[Bearbeiten]

  • Dass ein Kleinflugzeug sich kopfüber dreht, ist nicht so ungewöhnlich. Im zweiten Panel der zweiten Seite kann man aber nicht nur das sehen, sondern auch einen verkehrt herum fliegenden Hubschrauber.
  • Im dritten Panel der zweiten Seite hat Daniel Düsentrieb einen kleinen Cameo-Auftritt. Auf den ersten Blick nicht leicht zu erkennen, fliegt er mit einem Kleinhubschrauber am Himmel vorbei.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wolfgang J. Fuchs: Märchen, Aufstand, Suezkrise! In: Barks Comics & Stories 11, S. 8.
  2. Smog im Merriam-Webster