Margaret Davis

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Margaret Davis war die Mutter von Virginia Davis.

Lebenslauf[Bearbeiten]

Am Sylvesterabend 1918 wurde ihre Tochter Virginia Davis in Kansas City geboren. Margaret förderte sie bereits in frühen Kindheitstagen und ließ die junge Virginia bereits mit zwei Jahren an der Tanzschule lernen. Ihr Mann war der Möbelverkäufer Jeff Davis, der nur selten zuhause war. 1920 spielte Margaret Davis im Film Honeymoon Ranch die Rolle von Ruth Lawhorn. Regie führte Robin H. Townley.

Die Erziehungsmethoden von Margaret Davis galten als streng, dennoch war die Bindung der Tochter an sie sehr stark. Ihren ersten Auftritt hatte Virginia Davis, verkleidet als Butterblume, für eine Anzeige im Jahr 1922. Als Walt Disney, der zu dieser Zeit in Kansas City das Laugh-O-Gram Studio betrieb, diese ins Auge fiel, kontaktierte er die Familie Davis und traf die Vereinbarung, dass die Tochter die Rolle der Alice in einem Testfilm namens Alice's Wonderland spielen sollte. Aufgrund finanzieller Engpässe auf Seiten Disneys wurden einige Realfilmszenen des Werks bei den Davis' gedreht. Lange Zeit wurde vermutet, dass die Rolle der Mutter von Margaret Davis dargestellt wurde, dabei handelt es sich jedoch um einen Irrtum. In einem Interview im Jahr 2009, wenige Monate vor ihrem Tod, sagte Virginia Davis: „In einer Szene sollte mich meine Filmmutter ins Bett bringen. Walt fragte meine eigene Mutter, Margaret, ob sie die Szene spiele wolle, aber sie war schüchtern, weswegen meine Tante Louise mich ihrerstatt ins Bett steckte.“[1]

Nach dem Dreh des ersten Alice-Films ging Disney endgültig pleite und zog nach Kalifornien. Dort präsentierte er Alice's Wonderland einigen Verleihern mit dem Wunsch, die Serie fortzusetzen. Margaret J. Winkler erklärte sich dazu bereit. Daraufhin bat Walt Disney die Familie Davis, ebenfalls von Kansas City nach Los Angeles zu kommen, um Virginia Davis ein Auftreten in seiner neuen Filmreihe, den Alice Comedies, zu ermöglich. Schließlich drehte sie im Verlauf von zwölf Monaten 14 weitere Filme. Weitere Produktionen scheiterten nicht nur am Alter von Virginia, sondern auch den Gehaltsvorstellungen ihrer Eltern, weshalb Walt Disney sich 1925 entschloss, seine Hauptdarstellerin durch Margie Gay zu ersetzen.

Mit der Familie Disney verband Margaret und Jeff Davis eine tiefe und enge Freundschaft. Auch halfen sie Disney, der in den ersten Jahren stets in finanziellen Problemen steckte, immer wieder mit Geld aus. Besonders der Streit mit Charles Mintz schweißte beide Familien weiter zusammen. Zu Virginia Davis hatte Walt Disney viele Jahrzehnte lang ein sehr gutes Verhältnis.

Ein handgeschriebener Brief von Walt Disney an Margaret Davis wurde für 40.000 US-Dollar versteigert. Er befand sich im Besitz von Virginia Davis, die gezwungen gewesen war, in zu veräußern, um ihren Verbindlichkeiten nachzukommen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Original: „One scene called for my movie mother to tuck me in my bed. Walt asked my own mother, Margaret, to do the scene but she was shy, so my Aunt Louise tucked me in instead.“ Aus: Virginia Davis: Disney’s First Star