Mac Moneysac: Unterschied zwischen den Versionen

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== Mac Moneysac bei Barks ==
== Mac Moneysac bei Barks ==


[[Bild:Macky.jpg|thumb|right|Bindfadenhamsterer unter sich (US 15)]]
In der 1956 erstveröffentlichten Geschichte "The Second-richest Duck" / "Der zweitreichste Mann der Welt" von [[Carl Barks]] liest Dagobert Duck in einer im Park gefundenen Zeitung, dass "''Mac Moneysac, der greise Bergwerkbesitzer aus Südafrika, seit kurzem der reichste Mann der Welt''" sei. Da Dagobert Duck stolz genug auf den Titel "Reichster Mann der Welt" ist, um diesen auch zu verteidigen, reist er prompt nach Afrika, um seinem zukünftigen Widersacher unter die Augen zu treten und das Gegenteil zu beweisen. Es stellt sich nach einem von beiden Seiten mit unfairen Mitteln ausgetragenen Wettstreit heraus, dass Dagobert seinem afrikanischen Kollegen um eine Bindfadenlänge voraus ist.
In der 1956 erstveröffentlichten Geschichte "The Second-richest Duck" / "Der zweitreichste Mann der Welt" von [[Carl Barks]] liest Dagobert Duck in einer im Park gefundenen Zeitung, dass "''Mac Moneysac, der greise Bergwerkbesitzer aus Südafrika, seit kurzem der reichste Mann der Welt''" sei. Da Dagobert Duck stolz genug auf den Titel "Reichster Mann der Welt" ist, um diesen auch zu verteidigen, reist er prompt nach Afrika, um seinem zukünftigen Widersacher unter die Augen zu treten und das Gegenteil zu beweisen. Es stellt sich nach einem von beiden Seiten mit unfairen Mitteln ausgetragenen Wettstreit heraus, dass Dagobert seinem afrikanischen Kollegen um eine Bindfadenlänge voraus ist.



Version vom 19. September 2006, 23:45 Uhr

Mac Moneysac (Flintheart Glomgold) ist einer von Dagobert Ducks abgefeimtesten Gegenspielern und gilt, direkt nach Dagobert Duck, als der zweitreichster Mann der Welt sowie als der reichste Mann von Geldpörsia, Ölcannia, Simililand und Uranjika. Er ist ansässig in Südafrika, genauer in Simililand, wo er sich vor allem als Bergwerkbesitzer einen Namen gemacht hat. Dort besitzt er auch einen ähnlich gebauten Geldspeicher wie Dagobert Duck.

Mac Moneysac bei Barks

Bindfadenhamsterer unter sich (US 15)

In der 1956 erstveröffentlichten Geschichte "The Second-richest Duck" / "Der zweitreichste Mann der Welt" von Carl Barks liest Dagobert Duck in einer im Park gefundenen Zeitung, dass "Mac Moneysac, der greise Bergwerkbesitzer aus Südafrika, seit kurzem der reichste Mann der Welt" sei. Da Dagobert Duck stolz genug auf den Titel "Reichster Mann der Welt" ist, um diesen auch zu verteidigen, reist er prompt nach Afrika, um seinem zukünftigen Widersacher unter die Augen zu treten und das Gegenteil zu beweisen. Es stellt sich nach einem von beiden Seiten mit unfairen Mitteln ausgetragenen Wettstreit heraus, dass Dagobert seinem afrikanischen Kollegen um eine Bindfadenlänge voraus ist.

1959 verwendete Barks den Konkurrenten ein weiteres Mal. In "The Money Champ" / "Der reichste Mann der Welt" hat Dagobert seine erste Begegnung mit Moneysac fast vergessen, als dieser nach Entenhausen anreist, um ihn erneut herauszufordern. Dort angekommen, schlägt Moneysac dem verdutzten Dagobert einen Handschuh ins Gesicht, um ihn zu einem Ehrenduell herauszufordern. Da Dagobert aber offensichtlich Fehdehandschuh und Situation verkennt, endet das Duell in einer gewöhnlichen Prügelei und die beiden Konkurrenten vor Gericht. Bei dem eigentlichen Wettkampf lösen beide ihren Besitz in bare Silbertaler auf, um dann anhand des Volumens der aufgeschütteten Geldmengen zu bestimmen, wer denn der reichere der beiden sei. Diesmal bedient sich aber einzig Moneysac unlauterer Mittel, obwohl ihm im Verlauf der Geschichte kurzzeitig sein schlechtes Gewissen plagt. Dennoch kann am Ende Dagobert den Titel und sein Ansehen unter seinen Mitbürgern behalten.

Moneysacs letzter, etwas kleinerer Auftritt unter Barks'scher Federführung fand 1966 in "So Far And No Safari" / "Heia Safari" statt. Beide wollen in Kaffir Gaffir eine Goldmine ersteigern, doch Mac Moneysac, der hier in der Fuchs-Erstübersetzung Bogumil Barrengold hieß, will seinen Konkurrenten noch vor der Versteigerung ausschalten, um sie für einen "Pappenstiel" zu ersteigern. Dabei scheut er, mittlerweile zu einem eiskalten Misanthropen degeneriert, diesmal selbst vor roher Gewalt nicht zurück und nimmt die Ducks gar aus seinem Düsenjet unter Beschuss. Trotz alledem endet die Geschichte mit einem Antiklimax: Weder Dagobert noch Moneysac sind die Gewinner, sondern das Bergamt, dessen Mine am Ende - man erfährt es nicht - wahrscheinlich fair und nicht unter dem eigentlichen Wert versteigert wird.

Die drei Mac Moneysac-Geschichten zeigen, wie sich das Verhältnis Dagoberts und Moneysacs immer weiter zuspitzt. Anfangs waren sie noch gleichartige Konkurrenten, doch erst im Verlauf der zweiten Moneysac-Geschichte offenbaren sich dessen moralischen Defizite, die ihn vom Spät-Barks'schen Dagobert Duck unterscheiden. Moneysac scheint jedes Mittel recht zu sein und er würde im Zweifelsfall auch über Leichen gehen.

Mac Moneysac nach Barks

Erster Moneysac-Comic nach Barks: Klub der Milliardäre

Die erste Geschichte mit Mac Moneysac, die nicht aus Barks' Feder stammte, war 1967 "Zio Paperone e il bisbilione" / "Klub der Milliardäre" von Osvaldo Pavese und Giuseppe Perego. Sie ist schon allein deshalb ein Kuriosum, weil hier Moneysac zum ersten und bislang einzigen Mal auf den anderen etablierten Konkurrenten Dagoberts trifft, Klaas Klever. Der von Barks 1961 erfundene und von ihm nur einmal verwendete Erpel, dessen Originalname von John D. Rockefeller inspiriert ist, etablierte sich in Italien anstelle von Moneysac als Dagoberts Konkurrent "numero uno". Dennoch scheinen in der oben erwähnten Geschichte Dagobert und Moneysac in einer anderen Liga zu spielen als Klaas Klever. Mac Moneysac wirft Dagobert vor, er habe sein Geld allein durch Glück und nicht durch Verstand und harte Arbeit gemacht. Das führt zu einer Wette zwischen den beiden - und dazu, dass Klaas Klever, der, vom Neid gepackt, die beiden verfolgt und beobachtet, Dagobert unfreiwillig zum Gewinn dieser Wette führt.

In Italien folgten 1967 noch eine Moneysac-Geschichte vom Team Martina/Carpi ("Paperino e i candidati al CIAO" / "Lob der Sparsamkeit", in deren Penndorf-Übersetzung Mac Moneysac zu Herrn Gütermann wurde) und eine weitere von Pavese und Perego ("Zio Paperone e la pepita astrale" / "Der Gold-Meteorit"). Nach langer Abwesenheit des Charakters in den Comics sorgte ab 1979 die dänische Comic-Schmiede Egmont für seine Wiederbelebung, vorwiegend mit Comics aus der Zeichenfeder Vicars oder Brancas. Dabei bürgerte man Mac Moneysac allerdings zunächst in Entenhausen ein, denn seine frühere Heimat Südafrika bot zur Zeit der Apartheid Konfliktpotential, zumal Mac Moneysac das Bild des ausbeuterischen Buren verkörperte.

1987 griff Don Rosa Moneysac auf. Gleich in seiner ersten Geschichte "The Son of the Sun" / "Das Gold der Inkas" jagen Dagobert und Moneysac (mittlerweile wieder in Südafrika angesiedelt) nach dem Gold der Inkas, in "Return to Plain Awful" / "Zurück ins Land der viereckigen Eier" versuchen die beiden, an die Vermarktungsrechte für viereckige Eier zu kommen, in "Island At The Edge Of Time" / "Die Insel am Rande der Zeit" an den Besitz einer goldenen Insel mitten auf der Datumsgrenze, etc. Der interessanteste Moneysac-Auftritt bei Rosa findet sich in "The Last Lord Of Eldorado" / "Das Geheimnis von El Dorado": Hier verkleidet er sich nicht nur als bayerische Kellnerin und kolumbianische Nonne, sondern versucht zu allem Überfluss auch noch, die Ducks mit einem Felsbrocken zu zerschmettern.

Vorgeschichte

Laut Barks ist die erste Begegnung von Dagobert und Moneysac in "Der zweitreichste Mann der Welt" wirklich ihre erste Begegnung. Doch einige Autoren gehen andere Wege:

Don Rosa etwa beschreibt eine erste Begegnung zwischen Dagobert und Mac Moneysac in seinem SLSM-Kapitel "The Terror Of The Transvaal" / "Der Schrecken von Transvaal". Hier rettet der junge Dagobert Mac Moneysac das Leben, doch dieser bedankt sich bei Dagobert, indem er ihn bestiehlt.

In "A Glass Of Water" / "Nur ein Glas Wasser" von Tom Anderson und José Cardona Blasi erfährt man von einer gemeinsamen Männerfreundschaft der beiden in ihrer Jugend, die während einer Schatzsuche an der Gier der beiden zerbrach.

In "Nantucket Nellie" / "Der zweitreichste Mann der Welt" von Paul Halas und Vicar erfährt man von einer gemeinsamen Liebe Dagoberts und Moneysacs, der beide die Ehe und die Hälfte ihres Vermögens versprochen haben.

Mac Moneysac(k) in den DuckTales

Mac Moneysack

In der Serie "DuckTales" wurde Mac Moneysac in seiner Rolle umfunktioniert und seine Eigenschaften teilweise mit denen Klaas Klevers vermischt: Hier wirkt er verschwenderischer und hat seinen Geldspeicher in Entenhausen stehen. Dazu passend änderte sich auch die Schreibweise seines Namens zu 'Mac Moneysack'. Ausserdem trägt er in der TV-Serie einen Schottenrock sowie einen eckigen Zwicker (Rosa-Einfluss?) und leidet unter einer Halbglatze. Leider wirkte sich das veränderte Erscheinungsbild auch auf seine Comicauftritte aus, und zwar auch auf solche, die nicht unter dem Label 'DuckTales' erschienen. So fertigte Romano Scarpa 1992 mit "I paperi di Paperopoli alla conquista del "Mitico Ticket" / "Die Jagd auf Karte Nr.1" einen Werbe-Comic für Euro-Disney Paris an, in dem der Mac Moneysack der DuckTales zu sehen ist.