LTB 500: Rezension

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© Egmont Ehapa
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In diesem Artikel wird das LTB 500 rezensiert. Ist dieser Band einen Kauf wert oder sollte er lieber im Kiosk stehen bleiben? Du weißt es nicht? Dann lies das! Einen neutralen enzyklopädischen Artikel findest du unter LTB 500.

Jeder kann hier seine persönliche Meinung zu den in LTB 500 erschienenen Geschichten verfassen. Eine Unterschrift unter jedem Kommentar ist erwünscht (einzufügen mit ~~~~). Die Geschichten können mit Highlight Highlight, Gut Gut, Mittelmaß Mittelmaß oder Schlecht Schlecht bewertet werden. Bei der Bewertung sollten Zeichnungen, Plot und Übersetzungen mit einbezogen werden. Eine genaue Anleitung zum Verfassen einer Rezension findest du hier. Viel Spaß!


Cover des LTB 500 – Rückseite (© Egmont Ehapa)

Cover/erster Eindruck[Bearbeiten]

Zwei verschiedene Covermotive, eines vorne und eines hinten. Sieht schick aus, ist auch schön gezeichnet (schöner als z.B. 400). Allerdings ist es schon etwas ärgerlich, wenn Donald bereits zehn (!) LTBs im Jahr 2017 dominiert und dann auch noch den Luxus eines Doppelcovers ganz alleine ausnutzen darf. Und auf 400 war außer Donald auch nichts zu sehen. Sollte denn nicht das Cover einer Jubiläumsausgabe die Vielfalt des Inhalts widerspiegeln? 450, auch wenn es etwas überladen ist, wird dem LTB deutlich mehr gerecht. Sinnhafter wäre es vielleicht gewesen, auf einer Seite Ducks und auf der anderen Micky & Co. zu zeigen... Gut Spectaculus (Diskussion) 16:22, 6. Feb. 2019 (CET)

Das große Rennen (Gegen die Zeit/Die Vergangenheit/Die Zukunft/Die Gegenwart)[Bearbeiten]

... Vielfalt ist im Übrigen auch einer der Trümpfe der langen Eröffnungsgeschichte (bzw. Abschlussgeschichte, wenn man auf der anderen Seite anfängt zu lesen). Denn mit Donald, Daisy, Tick, Trick und Track, Gustav, Primus, Dagobert, Dussel, Daniel Düsentrieb, Klaas Klever, Gundel Gaukeley, den Panzerknackern und Destruktor (!) ist so ziemlich alles, was Rang und Namen im Enten-Universum hat, in diesem Epos versammelt. Aufhänger ist der Große Preis von Entenhausen, der direkt an Donalds Vorgarten vorbeiführt, weswegen sich viele seiner Freunde und Verwandten bei ihm eingefunden haben. Da gellt ein Schrei aus dem Geldspeicher: Die Nummer Eins wurde gestohlen! Und nein, nicht von Gundel Gaukeley, sondern von einem sogenannten Zeitwächter namens „Tschinn“. Dieser Kobold im Strampelanzug behauptet nämlich, dass Dagoberts Glücksmünze eine Zeitanomalie hervorrufen würde! Da der Kobold aber auch ein Autofan ist, bietet er an, man könne ja ein Rennen um den Zehner machen. Ein Rennen, das in mehreren Zeitebenen stattfindet, wohlgemerkt, und inklusive einer Menge böser Gegenspieler (Bruno Enna hat hier den von ihm eingeführten Destruktor auch mal wieder sinnvoll eingesetzt). Mit jedem Zeitwechsel geht auch ein Zeichnerwechsel einher. Anfang und Ende wurden von Alessandro Perina gezeichnet, den deutsche Leser spätestens bei „Alle gegen Einen“ in ihr Herz geschlossen haben und der auch hier ausdrucksstark und sympathisch zeichnet. Der Schritt zurück in die Vergangenheit geht allerdings leider auch mit einem Rückschritt in puncto Zeichenqualität einher, denn Paolo De Lorenzi überzeugt mich mit recht leer wirkenden Bildern und einer Darstellung von John Quackett und Detta von Duz, die mit der von Marco Gervasio nicht im Ansatz mithalten kann, weit weniger. Positiv dagegen fällt mir nach LTB 499 erneut Giampaolo Soldati auf, der die Zukunft nicht allzu futuristisch, aber schön expressiv in Szene setzt. Über weite Strecken ist „Das große Rennen“ eine spannende Geschichte mit vielen Running Gags, guten Szenenwechseln und interessanten Interaktionen zwischen Figuren, die sonst nicht so oft miteinander zu tun haben. Außerdem gibt es Anspielungen auf diverse andere Comics (der Phantomias-Roboter aus der Zukunft beispielsweise hat einen Tachyonendetektor – siehe Plünderer – und den typischen Transformerschild des „neuen“ Phantomias.) Im letzten Teil nimmt die Geschichte allerdings ein paar recht seltsame Wendungen, sodass man über das Werk als Ganzes durchaus geteilter Meinung sein kann. Mir hat es gefallen, an die „Insel Niemalsnie“ aus LTB 495 reicht es aber nicht heran. Highlight Spectaculus (Diskussion) 16:22, 6. Feb. 2019 (CET)

Der Super-Papagei[Bearbeiten]

Immerhin 55 Jahre alt ist dieser Comic, er dürfte zudem eine von Giorgio Cavazzanos allerersten Arbeiten darstellen – er übernahm nämlich 1962 die Position von Rodolfo Cimino, der bis dahin Romano Scarpas Werke getuscht hatte. „Der Super-Papagei“ ist somit zeitlich zwischen Klassikern wie „Das ewige Feuer“ und „Der Mann aus Ping-Pong“ angesiedelt – mit letzterem hat es Mickys große Nase gemein. Inhaltlich geht es, wie der Titel schon sagt, um Papageien. Nach einem merkwürdigen Anruf kommt Goofy auf die Idee, eine Papageienschule zu eröffnen, woraufhin eine Masse an Papageienbesitzern ihre Tiere bei ihm abgeben. Kurz darauf geht ein mysteriöser Papageiendieb um, einer jedoch hatte sich bei Goofy versteckt und erweist sich als Mathe-Genie. Außerdem plappert er Formeln vor sich hin... Wer der Dieb ist, wird sehr früh verraten (und auch Goofy hätte draufkommen können), weshalb das Täterraten ausfällt. (Tatsächlich handelt es sich gerade mal um die siebte (!) Geschichte mit dem Phantom.) Außerdem kann in unter 30 Seiten natürlich keine echte Spannung aufkommen, wie man sie z.B. vom „Mann aus Ping-Pong“ kennt. Trotzdem ist die Geschichte unterhaltsam, einfach weil der Plot so herrlich hanebüchen und hirnverknotend ist. Solche Stories scheint heutzutage irgendwie niemand mehr hinzubekommen. Insofern durchaus ein würdiger Beitrag zum Jubiläum. Highlight Spectaculus (Diskussion) 16:22, 6. Feb. 2019 (CET)

Gundel – wie verhext: Irritiert dirigiert[Bearbeiten]

Welche Berufsgruppen arbeiten gerne mit Stäben? Magier und... Dirigenten... Mittelmaß Spectaculus (Diskussion) 16:22, 6. Feb. 2019 (CET)

O.M.A.: Außerirdische Andenkensammler[Bearbeiten]

Es ist heiß in Entenhausen. Donald hat als Touristenführer nicht gerade durchschlagenden Erfolg, allerdings wartet bei der O.M.A. ein ähnlicher Auftrag: Außerirdische Touristen vom Planeten Rigel VI wollen die Erde besuchen und ein paar Sehenswürdigkeiten besuchen. Allerdings zeigt sich bald, dass die Rigelianer es faustdick hinter den Ohren haben, denn anstelle der kleinen Mini-Souvenirs haben sie, zunächst unbemerkt von Donald und Dussel, tatsächlich die Originale der Sphinx, des Marble Arch und der Emil-Erpel-Statue mitgehen lassen und durch die vergrößerten Imitationen ersetzt! Nun liegt es an Donald, Dussel und Agentin Kolik, die Sache wieder in Ordnung zu bringen... Ich bin normalerweise kein großer Fan der O.M.A., aber seit Byron Erickson die Geschichten schreibt, ist die Serie erstaunlich beständig – und mit dieser Story hat er sich in meinen Augen selbst übertroffen: Sympathisch inszeniert, gut aufgebaut und schlüssig aufgelöst, gehört „Außerirdische Andenkensammler“ zu dem Besten, was in dieser Reihe je erschienen ist. Kein Vergleich zu dem Tiefschlag in LTB 400! Mir gefällt auch im Speziellen, dass das Problem gewaltfrei gelöst wird – sonst kommen (kamen?) ja oft fantasielos die berühmten Strahlenkanonen zum Einsatz. Zu den Zeichnungen: Seit einiger Zeit ist ein deutlicher Aufwärtstrend bei Flemming Andersen zu spüren, der hier einen Höhepunkt erreicht. So schön waren seine Bilder schon lange nicht mehr. Zwar fehlt es ein wenig an der Lockerheit seiner Frühwerke, aber ansonsten gehört er in meinen Augen inzwischen (endlich) wieder zu den Topzeichnern des LTB. Nach einer jahrelangen Durststrecke war das aber auch schon lange überfällig. Highlight Spectaculus (Diskussion) 16:22, 6. Feb. 2019 (CET)

Hund und Igel[Bearbeiten]

Eher lahmer Lückenfüller mit auch eher „na ja“-Zeichnungen... Mittelmaß Spectaculus (Diskussion) 16:22, 6. Feb. 2019 (CET)

Der Kiesel der Weisen[Bearbeiten]

Auch wenn diese Geschichte eigentlich vor neuen und unverbrauchten Ideen strotzt, hat sie mich nicht vollends überzeugt. Die Idee: Donald und Dagobert reisen inkognito (sprich, mit irren Masken über den Gesichtern) zu einem magischen Kongress, weil Dagobert dort den Zauberer Zausel Zinnober treffen möchte. Der hat den „Kiesel der Weisen“ erfunden, welcher andere Metalle in Gold verwandeln kann. Allerdings ist auch Gundel Gaukeley anwesend und kommt den Ducks auf die Schliche… Dass ich De Lorenzis etwas simplen Stil mit den markanten, immer etwas zu groß wirkenden Schnabelunterhälften nicht so mag, habe ich ja schon erwähnt. Insofern sind die Zeichnungen für mich auf demselben Niveau wie die Story: Nett, aber nicht überragend. Für mich sogar der Schwachpunkt des LTBs, neben den Lückenfüllern. Da wurden für meinen Geschmack 42 Seiten ohne Not verschenkt, die man mit Interessanterem (z.B. noch einem Klassiker) hätte füllen können. Gut Spectaculus (Diskussion) 16:22, 6. Feb. 2019 (CET)

Viel mehr als nur ein Mixer[Bearbeiten]

Lückenfüller Nummer zwei, und nichts Besonderes. Ähnliches hat man von Faccini schon öfter (und deutlich lustiger) gesehen. Mittelmaß Spectaculus (Diskussion) 16:22, 6. Feb. 2019 (CET)

Abschließende Bewertung[Bearbeiten]

+ schöne Gestaltung und Aufmachung

+ tolle lange Geschichte mit vielen Entenhausener Charakteren und diversen Anspielungen

+ das bisher beste Beispiel für Andersens „modernen“ Stil

+ Scarpa-Klassiker

- Egal in welche Richtung man draufschaut, es ist wieder mal nur Donald drauf

- Mit dem Ein-, dem Fünf- und dem Sechs-Seiter sind drei Lückenfüller dabei Spectaculus (Diskussion) 16:22, 6. Feb. 2019 (CET)