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Entenhausen

Aus Duckipedia
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Entenhausen (engl. Duckburg) ist die Heimatstadt von sowohl Donald Duck als auch Micky Maus, und häufiger Schauplatz von deren Abenteuern. Gegründet wurde die spätere Großstadt von Emil Erpel. Das Aussehen Entenhausens ist in den diversen Geschichten inkonsistent, und es waren im Laufe der Jahre verschiedene Pläne von Stadt und Umgebung zu sehen. Erfunden wurde Entenhausen von Carl Barks, der deutsche Name stammt von Dr. Erika Fuchs.

Der Name im Original[Bearbeiten]

Der Name „Duckburg“ tauchte im amerikanischen Original erstmals 1944 auf einem Wegweiser im letzten Panel von Auf dem hohen Seil von Carl Barks auf, etablierte sich aber erst in den 50er Jahren. Noch in Kampf der Drachen war auf einer Zeitung der Name „Quackville“ zu sehen gewesen. Bis zu den späten 40er Jahren wurde Donalds Heimat gelegentlich auch mit Burbank (Hollywood) angegeben, wie es sich für einen parallel als Filmstar arbeitenden Comic-Helden gehört. Bei Barks tauchte der Name Burbank z. B. in Maharadscha für einen Tag (1946), dem Zehnseiter Traum oder Wirklichkeit in (1949) (Zitat Donald: „Don't make me walk the plank! Let me go back to Burbank!“) und in Im Land der viereckigen Eier (1949) auf, während Donald in Die großen Detektive (1945, der Name ist auf einem Stadtplan zu sehen) oder in Der goldene Weihnachtsbaum (1948) in Duckburg wohnte. In Donald Duck und die Viehräuber (1951) von Paul Murry ist von „Sanifornia“ (im Bundesstaat „Califrisco“) die Rede, und beim Texter Don Christensen tauchte gelegentlich der Name „Duckville“ auf (z. B. in The Crocodile Collector, 1951).

Bewohner[Bearbeiten]

Nationale Unterschiede[Bearbeiten]

In Deutschland ist Entenhausen die Heimat sowohl der Ducks als auch der Figuren aus dem Maus-Universum. In Ländern außerhalb von „Egmontland“ ist letzteren mitunter eine eigene Stadt zugewiesen worden: In Frankreich wird zwischen „Mickeyville“ und „Donaldville“ unterschieden, in Italien zwischen „Paperopoli“ und „Topolinia“. Dennoch treten Donald und Micky in Italien, gerade in jüngerer Zeit, des öfteren auch gemeinsam auf (z.B. in der Geschichte Seoul 1988 – Olympisches Fieber aus LTB 130). Für manche Zeichner und Autoren ist die Vermischung beider Welten allerdings tabu. In den USA sind Micky & Co heute in Mouseton ansässig, während die Enten in Duckburg wohnen.

Mouseton[Bearbeiten]

Nachdem er sich anfangs mit Namensgebungen wie „Silo Center“ oder „Hometown“ amüsiert hatte, führte Floyd Gottfredson in Die Jagd nach dem Phantom für Mickys Stadt 1939 den Namen Mouseville ein, der auch später wieder von ihm aufgegriffen wurde (z.B. in Goofy, alias Professor X). In den seit den frühen 60er Jahren für den ausländischen Markt produzierten S-Code-Comics war dieser Name ursprünglich ebenfalls gebräuchlich. Unklar ist hingegen, in welcher Stadt man sich befand, als Micky und Donald Mitte der 60er bei Paul Murry in Geschichten mit dem Schwarzen Phantom gemeinsam auftraten.

Maus und Anhang wären in den USA wohl auch heute noch in Mouseville ansässig, hätte der Medienkonzern Viacom die Rechte an diesen Namen nicht für sein Mighty Mouse (Oskar die Supermaus)-Universum beansprucht. So kam es, dass seit 1989 der Name „Mouseton“ für die Micky-Metropole herhalten muss (während Mouseville für alte Nachdrucke weiterhin geduldet wird). Die aktuelle Namensschöpfung lehnt sich an Boston/Houston an und wird gelegentlich zu Mousetown verfälscht.

Film[Bearbeiten]

Im Gegensatz zu den Comics haben die Trickfilme, in denen der Name Entenhausen eher selten fällt, ihre eigenen Regeln. Was das Maus-Universum betrifft, so leben beispielsweise in der TV-Serie Goofy & Max (engl. Goof Troop) Hunde wie Goofy getrennt von Mausens in ihrer eigenen Stadt „Hundhausen“ (im Original: Spoonerville). Der Titelheld der durch die Figur des Bruchpiloten Quack mit dem restlichen Entenuniversum verwobenen Serie Darkwing Duck hinwiederum ist in „St. Erpelsburg“ (im Original: „St. Canard“), vermutlich einer Nachbarstadt von Entenhausen, ansässig. Dies verdeutlicht, dass im Fernsehen (und auf TV-Serien basierenden Comics) Hauptfiguren, die Enten sind, nicht unbedingt in Entenhausen wohnen müssen.

Geschichte von Entenhausen[Bearbeiten]

Über die Geschichte Entenhausens gibt es zahlreiche Theorien. Die bekannteste ist wohl die des amerikanischen Zeichners Don Rosa, doch sie ist selbstverständlich nicht die einzige.

Geschichte laut Don Rosa[Bearbeiten]

Fort Entenhausen auf dem Glatzenkogel (© Egmont Ehapa)

Don Rosa baute in seine Geschichten eine ganze Menge Anspielungen und Rückblenden ein, die die Geschichte Entenhausens zeigen. Diese basieren zum Teil auf Geschichten von Carl Barks.

Am 17. Juni 1579 gründete Sir Francis Drake Fort Entenhausen, um dort einige Bücher zu verstecken. 1818 wurde das Fort jedoch von Spaniern angegriffen und dem Pionier Emil Erpel übergeben, der es schaffte, die Spanier zu vertreiben und so in Besitz des Forts gelangte. So gründete er die Stadt Entenhausen. Doch diese blieb lange klein und unbedeutend, wenngleich Emils Sohn Emelrich Erpel in der Stadt blieb und sie weiterentwickelte, indem er zum Beispiel das Fähnlein Fieselschweif gründete, um die Jugend auszubilden. Doch richtig Schwung kam erst im Jahr 1902, als der Milliardär Dagobert Duck sich dort niederließ. Er riss das Fort ab und baute dort seinen Geldspeicher hin, vor allem aber brachte er zahlreiche Unternehmen und somit Arbeitsplätze und Reichtum mit und so wuchs Entenhausen in unglaublicher Geschwindigkeit.

Die überbaute alte Stadt (© Disney)

Es wuchs sogar so schnell, dass man sich gezwungen sah, die alte Stadt zuzuschütten und zu überbauen. Teile der alten Stadt sind immer noch unterirdisch zugänglich. Und so entstand dann die Großstadt Entenhausen.

Literatur:

Andere Theorien[Bearbeiten]

Grundsätzlich wird die Theorie, dass Emil Erpel Gründer der Stadt ist, von allen vertreten, wenn auch natürlich immer mit kleinen Abweichungen. Jedoch gibt es einige Geschichten, die komplett aus dem Rahmen fallen, bspw. Die Maske fällt (LTB 354) von Caterina Mognato und Vincenzo Arcuri: „Einst zog ein Siedlertreck über Berg und Tal, durch Wald und Wüste seines schweißtreibenden Weges. Erschöpft waren die Menschen und am Ende ihrer Hoffnung, als sie mit einem Mal ein lichtes Tal an den friedvollen Gestaden des Meeres erblickten. Dies war der Ort, von dem sie kaum mehr zu träumen gewagt hatten, und sie beschlossen, hier eine Stadt zu gründen.“ Die Panels zeigen: Die Männer wollen sofort mit dem Hausbau beginnen, die Frauen möchten aber lieber näher am Wasser wohnen. Weiter heißt es: „Und alsbald hob ein lebhafter Meinungsaustausch („Klops!“) über den Standort der künftigen Siedlung an („Watsch!“), bis endlich durch das schicksalhafte Eingreifen eines unschuldigen Kindes der Platz gefunden war, auf den sich alle Siedler frohen Sinnes einigen konnten!“ Im Panel erkennt man, dass die Kinder ein Ei gefunden haben, vielleicht aus Holz, wenn man der Kolorierung glauben darf. Jedenfalls ist es heutzutage das Wahrzeichen Entenhausens.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Plan aus Der Eroberer von Fort Entenhausen (© Egmont Ehapa)
Das englische Original mit Originalnamen (© Disney)

In Deutschland ist Entenhausen traditionell eine deutsche Stadt (dank der klassischen Übersetzung von Erika Fuchs, bei der Gundel Gaukeley zunächst auch auf dem Brocken und nicht auf dem Vesuv wohnte), während sich das Duckburg des amerikanischen Originals ausdrücklich in den USA befindet, genauer gesagt im Westen der Vereinigten Staaten, wie es Forscher vor allem anhand der Barks-Geschichte Die Sieben Städte von Cibola festmachten. Vermutungen zufolge liegt das Barks'sche Entenhausen in der Morro Bay, aber auch Los Angeles und San Francisco sind wahrscheinlich, Burbank aufgrund seiner relativen Meeresferne hingegen eher nicht. Rosa hingegen platziert sein Entenhausen auf Karten dort, wo in der realen Welt die Stadt Eureka liegt. In Jagd nach der Roten Magenta wurde mit „Calisota“ erstmals der (fiktive) Bundesstaat erwähnt, dem Duckburg angehört. Auch in einigen italienischen Geschichten kann man die US-amerikanische Flagge sehen.

In der Geschichte Mit achtzig Talern um die Welt (LTB 123) ist Entenhausen auf der Position von Los Angeles im US-Bundesstaat Kalifornien als Ausgangsposition einer Weltreise zu sehen. In der italienischen Version der Geschichte Der Tierkreisstein (LTB 156) liegt Entenhausen ebenfalls auf der Position von Los Angeles, Mouseton im US-Bundesstaat Florida. In der deutschen Version wurde „Mouseton“ allerdings retuschiert, da in Deutschland nicht zwischen einer „Duck“- und einer „Mäusestadt“ unterschieden wird und Micky, Goofy, Rudi Ross & Co. ebenso wie die Ducks in Entenhausen wohnen.

Manche deutsche Donaldisten nehmen aufgrund des hohen Sprachniveaus der Fuchsschen Übersetzungen an, bei den Ducks handele es sich um Teutonen und Entenhausen läge in Deutschland.

Da es bezüglich der Lage der Stadt etliche Ungereimtheiten gibt, vertreten einige Donaldisten die These, Entenhausen existiere auf einem anderen Planeten, der unserer Erde sehr ähnlich ist und, in abgewandelter Form, die meisten Länder, Städte und geographischen Gegebenheiten der Erde aufweist (in einem „Paralleluniversum“, genannt „Anaversum“). Der Planet wird von den Donaldisten „Stella Anatium“ (dt.: „Entenstern“) genannt. Diese These stützt sich v. a. auf die donaldistische Arbeit von Hans von Storch, der erkannt hat, dass im „Anaversum“ der zweite Hauptsatz der Thermodynamik nicht in Kraft ist. Dies bedeutet, dass, anders als in unserer Welt, ungeordnete Zustände sich selbsttätig, ohne Einwirkung äußerer Kräfte, ordnen. Als Beispiel führt Storch etwa an, dass sich in der Geschichte Die Dokumente im Tropenwald eine von Donald vorher zerrissene Schatzkarte sich unter den Augen von Gustav Gans selbsttätig wieder zusammenfügt.[1][2][3]

Eine andere Theorie vertritt der Donaldist Ernst Horst: Der ungezwungene Umgang mit Radioaktivität in den Comics von Carl Barks bringt ihn zur Schlussfolgerung, dass ganz Entenhausen radikal verseucht ist und damit nach einem großen Atomknall auf der Erde entstehen wird. Er verpflanzt Entenhausen daher in die Zukunft und deutet die Enten als Genmutationen.[4][5][6][7]

Kurzum: eine allgemeingültige Festlegung des Standorts von Entenhausen ist nicht möglich.

Größe[Bearbeiten]

Informationen zur Größe Entenhausens sind so widersprüchlich wie die zur Lage, die meisten Angaben bezüglich der Einwohnerzahl befinden sich jedoch irgendwo im Hunderttausender- oder Eine-Million-Bereich. Die Fläche der Stadt des M.Ü.C.K.E.-Stadtplans (siehe Stadtpläne) entspricht etwa einer mit 200.000 bis 400.000 Einwohnern. In dem Barks-Comic Das Fähnlein Fieselschweif bannt die Gefahr für den Bärenforst soll der Stadtteil Entenhausen-Ost nach geplantem Ausbau zwei Millionen Bürger beherbergen. Zwar wird dieser Ausbau verhindert, aber eine Stadt, die in einem solchen Stil plant, dürfte selber schon sehr groß sein, was die vermutete Einwohnerzahl des Barks'schen Entenhausens weit in den Millionenbereich verschiebt.

Laut einem Ortsschild in der italienischen Geschichte Maß für Maß in LTB 23 hat die Stadt 1.320.000 Bewohner. Im Taliaferro-Tagesstrip vom 4. Februar 1966 redet Donald von 30.000 erwachsenen Entenhausenerinnen, was auf eine Gesamtbevölkerung von 100.000 oder mehr schließen lässt. Zum Thema wird die Einwohnerzahl Entenhausens schließlich im Comic Willkommenskultur (DDSH 362), in der der Bürgermeister versucht, sie über 10.000 zu bringen, damit die Stadt auf künftigen Landkarten als Stern statt als Punkt dargestellt wird.

Stadtpläne[Bearbeiten]

Im Micky Maus Magazin erschienen mehrmals Stadtpläne von Entenhausen als Poster, u. a. in den Jahren 1991, 1996 und 2006 (MMM 36/2006). Diese Pläne orientieren sich jedoch nicht allzusehr an existierenden Geschichten. Das Entenhausen der Pläne von 1991 und 1996 sieht ähnlich aus, ist aber nicht identisch. (Beispiel: Das Sportstadion von 1991 ist länglich und beinhaltet ein Fußballfeld, das Stadion von 1996 ist hingegen rund.)

2008 präsentierte der Donaldist Jürgen Wollina nach mehrjähriger Forschungsarbeit den ausschließlich auf Barks-Quellen basierenden und somit – nach Meinung der D.O.N.A.L.D. – einzig wahren und authentischen M.Ü.C.K.E.-Stadtplan von Entenhausen. Darauf verzeichnet sind alle aus Barks-Geschichten bekannten Straßennamen, alle bekannten Wohnsitze der Duck-Sippe, sonstige bekannte Gebäude, Brücken, Denkmäler, etc. Der Stadplan Wollinas erschien als Der Donaldist – Sonderheft Nr. 55 (Titel: Jürgen Wollina: Der einzig wahre Stadt- und Umgebungsplan von Entenhausen). Die Ehapa Comic Collection brachte 2010 einen von Wollina geschriebenen Reiseführer heraus, dem der ausfahrbare Plan beigelegt ist.

Das Leben in Entenhausen[Bearbeiten]

Soziale Unterschiede[Bearbeiten]

Das Elendsviertel Kummersdorf (© Egmont Ehapa)

Wenngleich es in Entenhausen eine breite Mittelschicht gibt, welche zwar hin und wieder in finanzielle Schwierigkeiten gerät, aber im Großen und Ganzen doch ganz gut über die Runden kommt (Donald, Daisy, Micky), so gibt es auch hier Extreme. Auf der einen Seite stehen da die Mitglieder des Klubs der Milliardäre, die in Geld schwimmen können (Dagobert) oder es verprassen (Klaas Klever), andererseits gibt es Elendsviertel wie Kummersdorf, wo die Bewohner unter krasser Armut leiden. Und die Reichen denken nicht daran, den Armen etwas abzugeben. Ein perfektes Beispiel ist hier die Geschichte Weihnachten für Kummersdorf (Carl Barks), in der Dagobert es nicht einmal schafft, 25 Taler aufzubringen, damit die Kummersdorfer Kinder etwas zu Weihnachten bekommen. Auch die Politik handelt eher selten, sind doch die oftmals korrupten Bürgermeister in der Regel mehr an ihrem eigenen Wohlbefinden interessiert.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Entenhausen hat ein reiches Wirtschaftsleben, auch wenn ein Großteil des Gewinns nur in wenige Taschen fließt. Die gute Infrastruktur, allen voran die großen Hafenanlagen, macht den Handel mit großen Teilen der Welt möglich. Es gibt zahlreiche Fabriksanlagen, die hochspezialisierte Produkte herstellen. Entenhausen beherbergt mit Dagobert Duck und Klaas Klever den reichsten und den drittreichsten Mann der Welt, aber auch andere Multimilliardäre haben ihre Firmenzentrale in die boomende Gumpenmetropole verlegt. Die Landwirtschaft um Entenhausen produziert viele Lebensmittel, es ist allerdings nicht bekannt, ob die Stadt auf Lebensmittelimporte angewiesen ist.

Kriminalität[Bearbeiten]

Leider herrscht in Entenhausen eine unfassbare Kriminalität. Hier ist die Stadt wohl einsame Spitze. Panzerknacker, Das Schwarze Phantom, Kater Karlo, Hugo Habicht und noch andere Superschurken und massig Kleingesindel – die Polizei ist pausenlos auf Trab. Doch zum Glück verfügt Entenhausen über fast eben so viele Superhelden wie Schurken, die für Sicherheit sorgen. Bekanntestes Beispiel ist hier sicher Phantomias, eine Geheimidentität Donalds, der als der maskierte Rächer nachts über die Stadt wacht. Zudem wohnt mit Micky Maus einer der besten Detektive der Welt in der Stadt.
→ Für eine Liste aller Superhelden und Schurken Entenhausens, siehe auch Hauptartikel Superhelden und Superschurken in Entenhausen

Auch von Geheimagenten und Gegenagenten wimmelt es in der Stadt nur so. Da gibt es ernsthafte Agenturen wie „Die Agentur“, für die beispielsweise DoppelDuck tätig ist, aber auch weniger ernste Organisationen, wie den D.G.D. (Duckscher Geheimdienst) oder die O.M.A. (Organisation zum Kampf gegen Monster aller Art).

Wissenschaft[Bearbeiten]

Auch die Wissenschaft ist in Entenhausen reichlich und prominent vertreten. So leben und forschen berühmte Professoren wie Professor Zapotek oder Professor Wunderlich in der Metropole. Außerdem gibt es reichlich Erfinder, der genialste unter ihnen ist zweifellos der berühmte Daniel Düsentrieb. Leider wird die Wissenschaft jedoch nicht nur zu guten Zwecken genutzt, einige Forscher, wie zum Beispiel Hugo Habicht, nutzen ihre Genialität nicht nur zum guten Zwecke, sondern rüsten zum Beispiel die Banditen aus (siehe oben) oder verwenden ihre eigenen Erfindungen, um sich die Welt untertan zu machen.

Sport und Medien[Bearbeiten]

Entenhausen ist eine Sportstadt. Vor allem Fußball ist dort äußerst beliebt. Die zwei wichtigsten Vereine sind der FC Entenhausen und der SV Entenhausen. Aber auch andere Sportarten kommen nicht zu kurz. Nicht selten nimmt die Stadt auch an den Olympischen Spielen teil.
→ Siehe auch Hauptartikel Sport

Auch medientechnisch ist in Entenhausen alles vertreten. Von der Zeitung (hier ist der Entenhausener Kurier führend), über das Radio bis zum Fernsehen und natürlich auch das Internet, in Entenhausen oft „Entnet“ – die Bewohner sind immer auf dem neuesten Stand. Der digitale Wandel hat natürlich längst Einzug in der Stadt gehalten. Die Bewohner nutzen Smartphones oder Computer und auch soziale Netzwerke, wie „Faceduck“, „Zwitscher“ oder „Instaduck“. Man kann davon ausgehen, dass in Entenhausen Pressefreiheit herrscht.
→ Siehe auch Hauptartikel Medien

Jugend[Bearbeiten]

Das Fähnlein Fieselschweif (© Egmont Ehapa)

Die Entenhausener Jugend ist modern. Sinnbildlich hierfür stehen die Drillinge Tick, Trick und Track: Sie nutzen die modernen Medien und kennen sich mit Computern aus (siehe auch Comg@ng), doch die meisten gehen eher ungern zur Schule. Oft gehören sie bestimmten Jugendorganisationen an, wie dem Fähnlein Fieselschweif oder dem Schwärmlein Kohlmeisen, die ihnen Naturschutz, gute Taten und Wissensbewahrung näherbringen. Die Entenhausener Jugend ist sehr engagiert und scheut nicht davor zurück, selber Initiativen zu ergreifen.

Verkehr[Bearbeiten]

Entenhausen hat die gleichen Verkehrsprobleme wie andere Großstädte. Verstopfte Straßen, überfüllte Züge und Busse, Umweltverschmutzung – alles wird geboten. Auch die Pendler haben es nicht leicht. Kennzeichnend hierfür ist die Geschichte Die Kunst des Pendelns von Marco Rota, die zeigt, dass Pendler in Entenhausen nach kurzer Zeit so gut wie verrückt werden. Zwar probiert die Stadt es immer wieder mit neuen Mobilitätskonzepten und auch die Reichen helfen mit neuen Innovationen (solange die Geld einbringen), doch das alles scheint nichts zu nützen, denn in der nächsten Geschichte ist alles wieder wie vorher. Entenhausen und der Bundesstaat Calisota verfügen auch über zahlreiche Verbindungen mit der restlichen Welt, dank Fluggesellschaften wie den Calisota Airlines oder Zugverbindungen wie der Bahnlinie Calsiota Missouri und der Calisota Rail Road.

Kultur[Bearbeiten]

Entenhausen verfügt über ein äußerst reiches Kulturleben. Das wichtigste Museum ist das Völkerkundemuseum, das zahlreiche berühmte Exponate hat, etwa ein Wikingerschiff oder ägyptische Sarkophage. In Maus-Geschichten wird das Völkerkundemuseum, meist zu „Entenhausener Museum“ abgekürzt, vom berühmten Anthropologen Professor Zapotek geleitet. Als weitere Museen findet sich etwa eines für moderne Kunst. Zudem gibt es eine Oper und mehrere Theater, in denen auch Laienschauspieler wie Donald, Daisy oder Gustav auftreten dürfen.

Der Festkalender der Stadt ist reichlich gefüllt. Es gibt eine Herbstparade für originelle Reittiere, ein Mairennen oder ein Strandfest, bei dem die Entenhausener holländische Tracht anlegen. Jahres- und Gedenktage, wie etwa der Tag der Gründung Entenhausens, werden regelmäßig mit großen Paraden gefeiert, bei denen die Stadt weder Kosten noch Mühen scheut. Erwähnenswert sind ferner Messen, die ebenso das Jahr prägen. Auch Weihnachten ist ein großes Ereignis, wenngleich hier eher das Kommerzielle im Vordergrund steht.

Auch die Populärkultur blüht. Berühmte Bands machen oft auf ihren Tourneen in Entenhausen Station. Nicht alle Erziehungsberechtigten wollen aber ihre Sprösslinge ungehindert zu den Auftritten lassen, häufige Streitigkeiten im Hause Duck sind daher die Folge. Die Kinder lesen liebend gerne Comics, beliebt sind unter anderem die Geschichten rund um Supersauser.

Architektur[Bearbeiten]

Das Entenhausener Münster (© Disney)

Auch architektonisch hat Entenhausen so einiges zu bieten. Erst einmal gibt es da natürlich den Geldspeicher, der zwar oft als Schandfleck bezeichnet wird, aber doch eines der Wahrzeichen der Stadt ist. Dann kommt die gigantische Emil-Erpel-Statue, die zu Ehren Emil Erpels errichtet wurde und alles überragt. Auch das Entenhausener Münster (Notre Duck) ist immer einen Besuch wert. Außerhalb der Stadt finden sich einige Burgen sowie das große Schloss Schauerstein. Außerdem verfügt die Stadt über große Fußballstadien, wie das Emil-Erpel-Stadion. In Entenhausen gibt es riesige Wolkenkratzer, häufig wird vom höchsten Turm der Welt gesprochen. Einige Zeichner, wie beispielsweise Marco Rota, zeichnen hin und wieder beeindruckende Panoramen mit riesigen Bahnhöfen und Hochhäusern, die zeigen, was für monströse Gebäude es in der Stadt gibt – nicht immer im guten Sinne.

Landschaft[Bearbeiten]

Entenhausen hat eine äußerst abwechslungsreiche Landschaft. Erst einmal gibt es da die typischen Stadtlandschaften, wie die Innenstadt oder Emil-Erpel-Park. Der größte Fluss der Stadt ist die Gumpe. Aber auch an einigen wirklich auffälligen geographischen Merkmalen mangelt es nicht. So ist die Stadt grundsätzlich komplett flach – mit Ausnahme einiger plötzlich aus dem Boden ragender Hügel oder riesiger Felsen, wie den Glatzenkogel oder die Satanszacke. In den meisten Geschichten liegt Entenhausen in Meeresnähe, weshalb die Stadt auch Strände und ähnliches hat. Genauso abwechslungsreich ist die Umgebung, der Bundesstaat Calisota. Denn die Entenhausener können alles in kürzester Zeit erreichen, hohe Gebirge, die Wüste und düstere Wälder wie den Dunkelwald, weshalb man davon ausgehen kann, dass all diese Landschaften in Calisota zu finden sind.

Panoramablick über Entenhausen und seine landschaftlichen Merkmale. Der Fluss ist die Gumpe, die Berge sind von links nach rechts der Glatzenkogel (wo normalerweise der Geldspeicher stehen sollte, aufgrund der Gegebenheiten der Geschichte, aus der das Bild stammt, ist der Geldspeicher jedoch weg), die Satanszacke, die Nadelzinne und der Schlangenfelsen. Panel aus Eine schlüpfrige Angelegenheit, Don Rosa (© Egmont Ehapa)

Entenhausen – Stadt oder Staat?[Bearbeiten]

Recht hat der alte Weise. (© Egmont Ehapa)

In vielen Geschichten weist Entenhausen Merkmale eines eigenständigen (Stadt-)Staates auf. Zwar untersteht es lediglich einem Bürgermeister, jedoch hat Entenhausen in seiner näheren Umgebung Länder und Städte als direkten Freund oder Feind. Außerdem tritt es in mehreren Geschichten in sportlichen Wettbewerben gegen andere Länder an oder hat in UNO-ähnlichen Gremien einen eigenen Sitz. Ebenso hat es in einigen Ländern eine eigene Botschaft. Wird einer der Charaktere im Ausland von Beamten nach seiner Herkunft gefragt, ist die Antwort stets Entenhausen.

Entenhausen in anderen Sprachen[Bearbeiten]

  • Englisch: Duckburg
  • Französisch: Donaldville, Duckburg, Canardville
  • Griechisch: Λιμνούπολη (Limnupoli = Seestadt)
  • Indonesisch: Kota Bebek
  • Italienisch: Paperopoli
  • Schwedisch: Ankeborg
  • Dänisch: Andeby

Nachbarorte[Bearbeiten]


(© Disney)


Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hans von Storch: Klima in Entenhausen. Physikalische Grundlagen. In: Der Hamburger Donaldist 13 (1978).
  2. Hans von Storch: Anatidische Physik. In: Der Donaldist 55 (1986).
  3. Vgl. PaTrick Bahners: Entenhausen. Die ganze Wahrheit. (München: C.H. Beck, 2013), S. 59–63.
  4. Ernst Horst: Unser Freund – das Atom. Teil 1: Die Wahrheit über Entenhausen. In: Der Hamburger Donaldist 34 (1982).
  5. Ernst Horst: Nur keine Sentimentalitäten! Wie Dr. Erika Fuchs Entenhausen nach Deutschland verlegte, Blessing, München 2010: S. 282–283.
  6. Eckert Sackmann: Hans von Storch (Interview) in: Klaus Strzyz/Andreas C. Knigge: Disney von innen. Gespräche über das Imperium der Maus, Ullstein, Frankfurt am Main/Berlin 1988: S. 317.
  7. Vgl. Bahners: Entenhausen, S. 171–173.