Duckipedia:Werkstatt/Frauen in Entenhausen

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Darstellung von Frauen in Disney-Comics. Er darf gerne ergänzt und umgeschrieben werden. Auch die Einteilung oder Inhalte dürfen natürlich verändert werden. Hierbei handelt es sich nur um ein Grobkonzept.

Einteilung[Bearbeiten]

Typisch[Bearbeiten]

Frauen Charaktere in Disney Comics kann man grob wie folgt einteilen:

Atypisch[Bearbeiten]

  • Professoren oder Doktoren und andere Wissenschaftler: Sind in der Regel Männer
  • Polizisten und Behörden: Sind meist Männer (ausgenommen bei Casty, da dürfen es auch Frauen sein) hat schon mal eine Frau die Panzerknacker festgenommen oder ist in einer Justizanstalt mal eine Frau?
  • Bürgermeister, Richter oder andere höhere Ämter: Schon mal einen männlichen Bürgermeister in einer der vielen Städte rund um Entenhausen gesehen?
  • Die besten Freunde der Protagonisten: Sind Männer (Atömchen, Gamma, Dussel, Sergei, …)
  • Freunde: Schon aufgefallen, dass es fast nur gleichgeschlechtliche Freundschaften gibt. Habt ihr Goofy schon mal etwas mit Minnie machen gesehen, oder mit Gamma, Atömchen? Oder hat Daisy schon mal Dussel zum Damenkränzchen eingeladen oder trifft sich mit Daniel Düsentrieb auf einen Kaffee?
  • Milliardäre: Selten eine Frau im Milliardärsclub gesehen, meist nur die Frau des erfolgreichen Mannes.
  • Abenteurer und Schatzsucher: Sind in der Regel auch Männer.
  • Reporter: Im LTB Premium 26 arbeiten nur Männer in den Zeitungsredaktionen. Ebenso in anderen Geschichten wie dem Entenhausener Kurier & Co.
  • Bösewichte und Räuber: Abgesehen von Hexen sind meist Männer die Bösewichte. Schon bemerkt, dass es der klassische Phantomias selten mit einer Frau zu tun hat?

Ausnahmen bestätigen die Regel (z.B. Chefin in Phantomime und der Ariadnefaden), auch bei dieser genannten Kategorisierung. Jedoch ist eine stereotype stark bemerkbar.


Frühe Geschichten[Bearbeiten]

Die meisten uns bekannten Frauen Figuren reichen auf Silly Symphonies und andere Kurzfilme zurück. So sind tritt Minnie Maus bereits in Steamboat Willie auf. Auch Klarabella Kuh und Daisy Duck traten bereits früh in den Filmen auf. Vorläuferin von Daisy war Donna Duck. Sämtliche Figuren waren entsprechend ihrer Zeit sehr feminin gekleidet und geschminkt und tragen Stöckelschuhe. Meistens waren sie jedoch nur Ergänzung für den männlichen Protagonisten und lieferten ihm einen Grund ein Abenteuer zu bestehen.

Diese Eigenschaften wurden dann für die Comics übernommen und so waren die Frauen meist nur Stichwortgeber oder Auslöser für den Helden etwas zu erleben. Einige Figuren wurden in den Jahren darauf von Gottfredson, Barks und Scarpa erfunden. Meist dienten diese dazu, dass der Handlungsspielraum erweitert wurde.

Hierbei sind einige wesentliche Punkte zu bemerken. Häufig waren die Figuren das Gegenstück zu einer bereits etablierten männlichen Figur und interagieren hauptsächlich mit diesen männlichen Charakteren. Das hat sich bis heute kaum verändert. Als Alternative dazu gab es auch die „mütterlichen“ Charaktere, die meist als ältere Damen dargestellt wurden.

So wurde die Figur Gloria eingeführt, die die Freundin von Goofy wurde. Barks führte zuerst viele Damen ein, die Donald den Verstand rauben sollten, bevor sich Daisy aus den Trickfilmen etablierte. Wobei er diese Figur, wie auch später Don Rosa, nicht sehr gerne mochte. Barks hatte ein eigenes Weltbild von Frauen, was sich in seinen Ölbildern und den Calgary Eye Opener auch verdeutlichte.

Trotzdem schuf er einige bemerkenswerte Hauptcharaktere. Da wären Fräulein Rita Rührig, eine unterbezahlte Sekretärin, die Dagobert treu ergeben ist. Er verwendete und reaktivierte Oma Duck, die der Inbegriff für eine Großmutter darstellt, er schuf Dicky, Dacky und Ducky, die ein Pendant zu Tick, Trick und Track darstellen sollen und Mitgliederinnen des Fähnlein Kohlmeisen sind und auch Femme Fatale Nelly. Auch mit Hexen beschäftigte sich mit Barks, so hat er Hicksi auf Papier gebracht, die dann von Bottaro häufig verwendet wurde und hat Gundel Gaukeley ebenfalls als Femme Fatale kreiert. Die meisten und vor allem bedeutendsten Figuren waren bei Barks aber immer männlich. In kaum einer seiner Geschichten spielt eine Frau eine wesentliche Rolle. Dieses Schicksal ist Jahre zuvor schon Minnie zu teil geworden, die von Micky immer aus einer misslichen Lage befreit werden musste. Minnie und Daisy waren sich zu der Zeit noch sehr ähnlich. Eine Schleife im Haar, Stöckelschuhe, ein wenig hysterisch und zickig. Während Minnie Micky mit Mortimer eifersüchtig machte, machte das Daisy mit Gustav. Beide übten typische Frauentätigen aus, nahmen an Damenkränzchen teil, veranstalteten Festivitäten oder nahmen daran teil und benötigten für jede noch so kleine Aufgabe die Hilfe des Mannes. Sehr gerne versuchen beide Figuren andere weibliche Charaktere, meist höhergestellt, von sich zu überzeugen und verwenden dazu den männlichen Charakter.

Henriette Huhn ist ein weiteres negatives Beispiel für eine stereotypische Darstellung von Frauen.

Einige dieser Aspekte haben sich bis heute nicht verändert. Beide Figuren machten aber auch eine Metamorphose durch. So dürfen sie in einigen Geschichten etwas emanzipierter sein und selbst Abenteuer bestehen. Besonders in der Heftreihe Minnie (1990iger) Geschichten ist das der Fall. Als neuestes Beispiel gilt hier die Serie Spypower in die beiden Heldinnen sind. In den 1970ern versuchte man Daisy auch eine Superheldenidentität zu geben und schuf Phantomime. Diese Figur konnte aber nicht annähernd an den Erfolg von Phantomias anschließen.

Etablierte Figuren[Bearbeiten]

Später wurden noch weitere Frauen Charaktere entwickelt. Wobei sich einige nicht ganz durchsetzen konnten oder nur in bestimmten Regionen der Erde. Meist sind auch diese Figuren sehr klischeebesetzt.

Die nennenswerten sind hier wohl Gerti, die neben Nelly und Gitta eine der wichtigsten Frauen in Dagoberts Leben spielen soll. Dazu auch ihre Nebenbuhlerin Kapitänin Anni. Auch Glória, die Lebensgefährtin von Dussel ist so eine Figur, die nur in Übersee Bekanntheit erlangte.

Aus Italien stammten dann Figuren wie Trudi, die das Pendant zu Kater Karlo ist und sich meist um den Haushalt kümmert, während er Verbrechen begeht. Häufig ist sie auch eine Komplizin. Dann wäre da noch Gitta Gans, die sich Hals über Kopf in Dagobert verliebt und ihn nun stalkt. Ihre einzige Lebensaufgabe ist es, Dagoberts Herz zu gewinnen. Dabei ist sie eigentlich eine tüchtige Geschäftsfrau, die auch erfolgreich sein könnte, am Ende aber häufig scheitert. Dolly Duck wurde 1966 eingeführt, als mögliche Enkelin bzw. Tochter von Dagobert Duck. Sie ist in ihrer Einführungsgeschichte eine Draufgängerin mit Köpfchen. Diese Figuren hat alle Romano Scarpa eingeführt, der auch Zenobia entwickelt hat. Diese erinnert sehr stark an Gloria und ist als Gefährtin für Goofy gedacht. Tante Linda wurde eingeführt, um Mickys Historie zu erzählen, letzten Endes ist sie aber auch nur ein Tantchen par exellence.

Weniger etablierte Figuren[Bearbeiten]

Häufig ist das Thema Liebe oder Eifersucht ein Motiv der Geschichte, wenn Frauen eine wichtigere Rolle einnehmen. Abenteuerreisen sind ihnen häufig verwehrt geblieben. Prinzessin Marbella benötigt Donalds Hilfe, um ihr Königreich zu retten. Er rettet es und sie verliebt sich in ihn.

Andere weibliche Figuren hatten eher ein Schattendasein und sind heute teilweise vergessen worden. Madam Mim hat kaum noch Auftritte im deutschsprachigen Raum, die namenlose Frau von Gevatter Bär, die ihn immer verprügelt hat, Molly Hase & Silberschlange existieren praktisch nicht mehr. Scarpa zeichnete auch häufig Schneewittchen (Comic). Die hilflose Frau schlechthin, die vom Prinzen und den sieben Zwergen immer gerettet werden musste und heute quasi in der Versenkung verschwunden ist.

Später kamen einige Figuren bei den DuckTales hinzu. Da gab es die Hausdienerin Frida, das ängstliche Mädchen Nicky und die böse Oma Knack. Auch diese Figuren waren im TV und im Comic sehr stereotypisch. Und in den 1990ern schrieb Don Rosa Dagoberts Biografie nieder. Dort sind seine weiblichen Verwandten aber in der Regel nur Statisten.

Danach wurden noch Klein Wanda und & Tante Karoline eingeführt, die beide typische weibliche Figuren sind. Wobei klein Wanda noch ein Quälgeist sein darf und Nimmermehr misshandelt.

In den 1980igern trat auch Jessica Rabbit häufig in Comics auf, wobei sie als Sexsymbol gilt und das die einzige Rolle war, die sie verkörperte. Im Disney Afternoon Bereich sind da noch Trixi zu nennen, die sich sehr wohl gegen ihre männlichen Mitstreiter behaupten konnte und sogar als Anführerin gesehen wird und wiedermal eine Hexe, Morgana aus Darkwing Duck. Dazu noch der Wirbelwind Kiki, die ähnlich wie heute Hokus und Pokus durch ihre Lebhaftigkeit Aufmerksamkeit erhielt. Mit dem Ende der Serien kam dann meist auch das Ende der Comics.

Auch neuere Kreationen sind nicht unbedingt fortgeschrittener. So ist Dona Dolores de Dolares y Pesetas zwar die bisher einzig bekannte Milliardärin, neben einigen One-Shot Adeligen, aber im Wesentlichen hat sie keine wirklich tragende Rolle in den Geschichten. Ooana oder Lara Schlamassi durften zwar auftreten, haben sich aber letztendlich nicht weiterentwickelt und sind weiterhin Nischenfiguren. Petunia Hunter oder Adele Pinkus sind Statistinnen, die ihren Männern gelegentlich Feuer unterm Hintern machen müssen. Auch in den Donni Geschichten sind Frauen meistens nur Frauen. Fräulein Lätitia ist die Landpomeranze schlechthin, Rafaela und Biggi sind Kinder, die meist nur die Jungs ergänzen.

Emanzipierte Figuren[Bearbeiten]

Gibt es auch einigermaßen emanzipierte Figuren im Disney Cosmos? Ja, mit der Jahrtausendwende änderte sich langsam aber sicher ein wenig. Viel hängt dabei von der Autorin, dem Autor ab.

So ist Casty zu nennen, der immer wieder eine Frau an Mickys Seite stellt. Diese sind auch ohne Micky erfolgreich, wie etwa Tabea Trifftig, Uma, Bibby Beluga, Greta Gretson & Luzinetta.

Von anderen Autoren sind da Fiona Fuchs und Martina Ubersetzen zu nennen. Beide in ihrem Bereich sehr erfolgreich, jedoch benötigen sie einen oder mehrere Männer an ihrer Seite. Bei Detta von Duz würde man gerne annehmen, dass sie emanzipiert ist, doch sie ist meist nur das ausführende Organ von Fantomius. Einzig die Widersacherin Yen Lu ist da eine Ausnahme. Weitere interessante Charaktere sind Hokus und Pokus, die verspielte Kinder darstellen, aber durch ihre kecke Art mehr Spielraum haben als im Vergleich Dicky, Dacky und Ducky. Letztgenannte haben in den Niederlanden einen ganz anderen Stellenwert und besser geschriebene Geschichten. So haben sie eigene Charaktere und sind dort bereits etabliert. Man hat auch versucht Gittas Image aufzupolieren, indem man aus ihr die Romantische Rächerin gemacht hat. Mit Zavolta hat man seit langem erstmals wieder eine richtige Antagonistin eingeführt. Jedoch hat sie nur sehr selten Auftritte.

Besser funktioniert das in den eher exotischen Serien wie MMMM wo mit Patty Ballestreros und Vera Caspary zwei starke weibliche Charaktere eingeführt wurden. In Micky-X ist Missy die einzige weibliche Figur, die eine wesentliche Rolle innehat. Beim neuen Phantomias hat sich Klarissa emanzipiert, die PBI Agentin Mary Ann Flagstarr steht ebenfalls ihren Mann und da wäre noch Xadhoom. Wobei zwei der genannten Figuren entweder Androiden sind, also gar keine Frau, oder eine Außerirdische. Auch die einzig bekannte Superagentin Kay-K aus der Serie Agent DoppelDuck gilt als emanzipiert. In Kampf der Zauberer gibt es da noch weitere Hexen wie Neraja oder Garma. Die stehen zwar wie alle Hexen für sich, da die Handlung in einem mittelalterlichen Setting spielt, können sie sich nicht weiter entfalten.

Bestes Beispiel für zeitgerechte Umsetzung von Frauencharaktere sind die neuen DuckTales (2017). Hier wurde Frida wesentlich verbessert. Auch Nicky hat nun einen richtigen Charakter, der sich gegenüber der drei Neffen behaupten kann. Gundel und Lena sind auch vielschichtiger geworden und man hat es gewagt Della Duck wiederzubeleben. Die Serie ist aber recht umstritten und stößt auf geteilte Resonanz.

Gründe[Bearbeiten]

Zurückführen kann man die Grundcharakterisierung darauf, dass zur Entstehungszeit das Weltbild noch ein anderes war. So war eine erwerbstätige Frau vor dem Zweiten Weltkrieg in den meisten Ländern noch undenkbar. Das Frauenwahlrecht wurde in vielen Ländern erst mit Ende des Ersten Weltkrieges eingeführt, oder wie in der Schweiz erst Jahrzehnte später. Auch das Recht frei zu studieren war für viele Frauen lange nicht möglich.

Daneben waren die meisten Comicautoren und Zeichner männlich. Dieses Phänomen ist auch heute noch in Hollywood deutlich erkennbar, wo ein Großteil der Studiobosse und Regisseure sowie Produzenten männlich sind.

Das Zielpublikum war und ist auch heute noch vorwiegend männlich. Man versucht zwar immer wieder die Frauenquote zu erhöhen und führt dazu Publikationen der Comicserien speziell für Mädchen ein, diese werden bei uns aber nur spärlich veröffentlicht. So sind viele Minnie Geschichten (I M Code) noch nicht veröffentlicht worden. Als Negativbeispiel kann da die Serie Les années folles de Clarabelle genannt werden, eine gelungene Serie, die äußerst stiefmütterlich behandelt wird. Vermutlich, weil Klarabella in der Hauptrolle ist. So fand im LTB Spezial 85 keine Geschichte Einzug ins Buch.

Viele aktuelle Autoren sind männlich, beim Blick bei den Autorenangaben, handelt es sich in der Regel um Männer und in einigen Fällen um Ehepaare. Die Zahl der Frauen nimmt zwar zu, aber im Verhältnis ist diese immer noch sehr gering.

Frauenbild[Bearbeiten]

Die ze.tt brachte einen Artikel darüber, aus welchem Grund das Frauenbild in Entenhausen so altbacken ist. Frauen kochen oder backen, sind für die Grundversorgung zuständig, die Polizisten, die die Panzerknacker festnehmen sind immer Männer, Damenkränzchen, rosa ist eine dominante Farbe, …

Peter Höpfner nimmt dazu Stellung und führt an, dass viele Geschichten heute nicht mehr zeitgemäß wären. 70 % der LTB Fans seien männlich, es gibt aber Editionen, die nur von Frauen gelesen werden.[1]

Welche das sind wird im Artikel nicht weiter erläutert. So brachte man 2015 eine Sonderedition heraus, die Entenstarke Frauen als Thema hatten. Von der Anthologie Reihe, soll sich der Daisy Band am schlechtesten verkauft haben. Und für das Unternehmen sind die Verkaufszahlen vorwiegend ausschlaggebend.

Beim Egmont Media GmbH Verlag gibt es mit Stefanie Bens, Johanna Hölzler, Elvira Brändle & Janine Eck mehrere Redakteurinnen, die sich an der Geschichtenauswahl beteiligen.

Ein anderes Rollenbild, das in Comics kaum Relevanz hat wird von Claudio Sciarrone privat publiziert.[2][3]


Weblinks (Satire)[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]