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Emil Erpel

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Emil Erpel (© Ehapa) Gründer von Entenhausen

Emil Erasmus Erpel (engl. Cornelius Coot) gilt allgemein als der Gründer von Entenhausen. Zu seinen Ehren wurden dort diverse Statuen errichtet, die ihn meist mit Maiskolben in den Händen zeigen. Die Figur ist eine Erfindung von Carl Barks und debütierte 1952 in Der reichste Mann der Welt.

Bedeutung und Geschichte[Bearbeiten]

Rosa-Version[Bearbeiten]

© Egmont Ehapa

Über den Ablauf der Gründung Entenhausens gibt es verschiedene Theorien, deren bekannteste von Don Rosa stammt: In Seine Majestät Dagobert I. wird erzählt, wie dem im Jahre 1818 zufällig im Fort Drachenfels anwesenden Handelsreisenden Emil Erpel ebenjene von der englischen Krone soeben aufgegebene Befestigung an der Pazifikküste überschrieben wurde. Nach erfolgreicher, im Alleingang und mit Hilfe von Popcorn bewältigter Verteidigung derselben gegen die Spanier taufte er sie „Fort Entenhausen“. Aus dem Fort entstand die heute bekannte Stadt Entenhausen. Außerdem ergründete er die Geheimnisse des Glatzenkogels, auf dem das Fort steht. So fand er laut Auf der Suche nach der verlorenen Bibliothek ein Versteck unter dem Fort, in dem ein einziges Buch, das das Wissen der gesamten Welt enthielt, fand. Dieses schenkte er seinem Sohn Emelrich Erpel sein, der das Fähnlein Fieselschweif Fieselschweif gründete und ihm auch das sagenhafte Buch schenkte – Das Schlaue Buch. In einem Interview äußerte Don Rosa, dass Emil mit einer indianischen Frau zusammengelebt habe.

Alternativen[Bearbeiten]

In der Vicar-Geschichte Den Kopf verloren, in der eine Wachsfigur des Entenhausener Gründervaters zu sehen ist, wird dieser hingegen als Treckführer dargestellt, der aus einer Wüstenei eine blühende Stadt machte – von einem Fort ist nirgendwo die Rede. In einer weiteren Vicar-Geschichte, In den Schuhen von Emil Erpel, wird gar behauptet, dass Emil Erpels Ruhm als Stadtvater unverdient ist und diese Ehre vielmehr seinem Ersten Offizier, Benjamin Bürzel, zuteil werden sollte. Ähnlich relativierend auf den Erpel-Mythos wirkt die von Irineu Soares Rodrigues gezeichnete Geschichte Der weibliche Teil der Geschichte: Entenhausener Feministinnen brachten ans Licht, dass der von Erpel angeführte erste Siedlertreck einer gewissen Clementine zur Quelle eines Flusses folgte, an dessen Ufern dann Entenhausen gegründet wurde. Andere Geschichten, die das Thema Stadtgründung streifen, verzichten gänzlich auf Emil Erpel (z.B. Die Maske fällt! in LTB 354). Auch zu Emils Vorgeschichte gibt es Theorien. So heißt es zum Beispiel in Das Schachspiel des Lebens (LTB 513), dass er, bevor er an die Küste kam und dort Entenhausen gründete, Goldgräber im hohen Norden war.

Denkmäler und Nachlass[Bearbeiten]

Emil-Erpel-Statuen, gestiftet von Dagobert Duck und dem Maharadscha von Zasterabad in Der reichste Mann der Welt von Carl Barks (© Disney)

In Der reichste Mann der Welt überschwemmten Dagobert Duck und der Maharadscha von Zasterabad laut Carl Barks bei ihrem Wettstreit um den Titel „Reichster Mann der Welt“ die Stadt Entenhausen mit Emil Erpel-Denkmälern der verschiedensten Größen. Heute scheint nur eins davon übrig geblieben zu sein. Rosa benutzt in seinen Geschichten eine der größeren Versionen des Denkmals, in dessen Sockel sich bei ihm das „Emil Erpel Archiv“ befindet. Alle diese Denkmäler zeigen Erpel mit Maiskolben; die Schneemann-Version von Tick, Trick und Track in Der Schneemann-Preis zeigt ihn mit „Bärentöter“, ein neu enthülltes Denkmal in Verhängnisvolle Verwechslung mit Wasserkaraffe. Daniel Branca hingegen stellt den Stadtgründer visionär in die Ferne weisend und mit Fernrohr ausgestattet dar, während der Sockel von steinernen Stieren geziert ist. Wie bereits angedeutet, sollte im Entenhausener Museum auch eine Wachsfigur des Stadtgründers ausgestellt werden, die jedoch unglücklicherweise noch vor der Enthüllung aus Versehen von Nachtwächter Donald Duck geköpft worden war. Das Konterfei Emil Erpels zierte zudem mindestens eine Entenhausener Gedenkmünze. Außerdem sind viele Orte in Entenhausen nach ihm benannt, so wird häufig der „Emil Erpel Park“, denn er laut Das Schachspiel des Lebens (LTB 513) gegründet haben soll, erwähnt.

Differenzen zwischen der deutschen und amerikanischen Fassung[Bearbeiten]

Barks hat Cornelius Coot viermal verwendet. In zwei dieser Geschichten war die Figur in Form von Denkmälern präsent, ein weiteres Mal als Schnee- bzw. „Schwamm-Mann“, später fand sie noch namentliche Erwähnung in der von Barks nur geschriebenen und vorskizzierten Fähnlein Fieselschweif-Geschichte In memoriam Emil Erpel. Bei den ersten drei Auftritten des Stadtvaters hatte Erika Fuchs ihm verschiedene Namen gegeben und taufte ihn hintereinander Emil Erpel (Der reichste Mann der Welt) , Erasmus Erpel (Der Schneemann-Preis) und David Duck (Verhängnisvolle Verwechslung). Nicht zuletzt wegen des Bekanntheitsgrades der ersten Geschichte sollte sich in den 80er Jahren auch der Erstname durchsetzen, siehe obengenannte Fieselschweif-Story, die in Deutschland 1983 erstveröffentlicht wurde (in Den Kopf verloren hatte Fuchs der Figur mit Johann Salomon Sumpfhuhn 1980 noch einen weiteren Namen verpasst). Basierend auf dem Fuchs'schen Übersetzungsfehler entwickelte Johnny A. Grote eine Theorie, die eine direkte Verwandtschaft zwischen Dagobert Duck und Emil Erpel vertritt.

Emil Erpel in anderen Sprachen[Bearbeiten]

  • Englisch: Cornelius Coot
  • Griechisch: Κορνήλιος Κουτ (Kornilios Kut)
  • Französisch: Cornélius Ecoutum

Trivia[Bearbeiten]

  • Laut der Geschichte Emil Erpels Erbe (LTB 530) verzichtete Emil gänzlich auf seine Besitzansprüche der Stadt.
  • Als Donald in Ein denkwürdiger Gedenktag (OD 27/LTB Spezial 28) die Emil-Erpel-Statue versehentlich umfuhr, fand man zwischen den Trümmern alte Dokumente von Emil Erpel. Aus diesen ging hervor, dass der Gründer Entenhausens bereits 1734 geboren war, statt 1735, wie bisher angenommen.
  • Mit LTB Spezial 28, „Entenhausener Geschichten“, erschien ein LTB Spezial mit dem Thema Emil Erpel.


Verwandtschaft[Bearbeiten]

Laut Don Rosas Stammbaum der Ducks ist Emil Erpel der Vater von Emelrich Erpel, dem Gründer des Fähnlein Fieselschweif, und der Großvater von Oma Duck.

Literatur[Bearbeiten]